Als KfW-Chefin abgetreten: Matthäus-Maier weinte zum Abschied
zuletzt aktualisiert: 07.04.2008 - 20:38Düsseldorf (RPO). Unter Tränen soll sich die noch amtierende Vorsitzende der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Ingrid Matthäus-Meier, im Verwaltungsrat des Bankinstituts verabschiedet haben. Wie unsere Redaktion von Teilnehmern erfuhr, lehnte Matthäus-Maier eine Mitverantwortung für die Krise ab.
"Ich habe diese Sache nicht eingebrockt, aber muss sie jetzt auslöffeln", sagte sie in ihrer zehnminütigen Abschiedserklärung. Wie unsere Redaktion ferner erfuhr, soll Matthäus-Meier ihre Entscheidung endgültig gefasst haben, nachdem ihr Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) erst vor wenigen Tagen signalisiert hatte, dass eine Mandatsverlängerung für sie über 2009 hinaus nicht in Frage komme.
Matthäus-Maier begründete ihren Rücktritt ferner damit, dass die "Turbulenzen um die Risikoabschirmung der IKB und die andauernde Diskussion" um ihre Person dazu geführt hätten, dass sie sich nicht mehr mit voller gesundheitlicher Kraft ihrer Arbeit widmen könne und zudem die KfW immer mehr Schaden nehme. "Da die Bank in dieser schwierigen Lage einen gesundheitlich voll einsatzfähigen Sprecher braucht und sich zudem wieder auf ihre Förderaufgaben konzentrieren kann, lege ich außerdem mein Amt als Sprecherin der KfW nieder", sagte Matthäus-Maier.
Über die Nachfolge von Ingrid Matthäus-Maier wird laut KfW zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen. Bis dahin wird das Sprecheramt kommissarisch durch Wolfgang Kroh, Mitglied des Vorstands der KfW wahrgenommen.
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