Wegen Datenskandal: Mercedes-Werk Bremen im Visier der Datenschützer
zuletzt aktualisiert: 16.04.2009 - 15:03Stuttgart (RPO). Die baden-württembergische Datenschutzaufsichtsbehörde nimmt den Umgang mit sensiblen Krankendaten im Mercedes-Werk Bremen genauer unter die Lupe. Es sei ein Überprüfungsverfahren eingeleitet worden, teilte die Aufsichtbehörde am Donnerstag mit.
Sie ist zuständig, weil die Konzernzentrale von Daimler ihren Sitz in Stuttgart hat. Im Werk Bremen sind Krankendaten von Mitarbeitern illegal gespeichert worden. Daimler habe inzwischen einen ersten Bericht vorgelegt.
Daimler hatte am Mittwoch Berichte des Senders Radio Bremen über geheime Akten bestätigt, die monatelang geführt worden seien. Bei den Daten handele es sich um umfangreiche Tabellen, in denen Abteilung, Krankheitsdauer und Krankheitsgründe festgehalten wurden.
Die verschlüsselten Daten hätten einzelnen Mitarbeitern zugeordnet werden könne, heißt es laut dem Rundfunkbericht in einem anonymen Begleitschreiben. Daimler sprach von einem aufgeklärten Einzelfall aus dem Bereich Werkssicherheit. Die Daten seien inzwischen gelöscht worden.
Bereits im Januar war der Konzern wegen des Umgangs mit sensiblen Gesundheitsdaten im Werk Untertürkheim von der zuständigen Aufsichtsbehörde gerügt worden.
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