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Videobotschaft: Merkel will mehr Regeln für Finanzmärkte

zuletzt aktualisiert: 21.02.2009 - 13:39

Berlin (RPO). Einen Tag vor dem europäischen G20-Gipfel macht sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut für eine bessere Kontrolle der internationalen Finanzmärkte stark. Ihre wöchentliche Videobotschaft nutzte sie, um unter anderem für eine stärkere Regulierung der Hedgefonds und eine Verbesserung der Arbeit der Ratingagenturen zu werben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will stärkere Regeln für die Finanzmärkte.  Foto: AP, AP
Bundeskanzlerin Angela Merkel will stärkere Regeln für die Finanzmärkte. Foto: AP, AP

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert in ihrer Videobotschaft, es müsse sichergestellt werden, "dass es in Zukunft keine weißen Flecken mehr auf der Landkarte unserer Welt gibt, wenn es um Finanzmarktprodukte, um die Teilnehmer des Marktes und um die Instrumente geht."

Die europäischen G20-Staaten treffen sich auf Einladung von Merkel am Sonntag in Berlin, um für den zweiten Weltfinanzgipfel Anfang April in London eine gemeinsame Linie festzulegen. "Wir werden am Sonntag vorbereitende Maßnahmen treffen, um in London geeint und anspruchsvoll aufzutreten", unterstrich die Kanzlerin.

Merkel sagte weiter, Deutschland gehe unter anderen mit den Vorschlägen nach der Schaffung der globalen Risikokarte sowie der Forderung nach einer "stärkeren Regulierung der Hedgefonds und einer verbesserte Arbeit der Ratingagenturen" in die Verhandlungen. Merkel warb erneut für eine "Charta des gemeinsamen nachhaltigen Wirtschaftens". "Dafür habe ich eine breite Unterstützung erfahren. Ich denke, es ist notwendig, für die Zukunft sicherzustellen, dass große Ungleichgewichte auf der Welt nicht mehr existieren und damit die Risiken minimiert werden", sagte Merkel weiter.

Das Maßnahmenpaket der Bundesregierung, dem der Bundesrat am Freitag zugestimmt habe, sei "unsere Antwort auf die schwierige wirtschaftliche Situation, die durch die internationale Finanzmarktkrise hervorgerufen wurde", betonte die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende. "Gleichzeitig arbeiten wir daran, dass sich eine solche Krise nicht wiederholt."

EU-Kommissionspräsident für bessere Finanzmarktaufsicht

Auch EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso sprach sich am Samstag für eine bessere globale Finanzmarktaufsicht aus. "Und wir müssen entschlossener gegen Protektionismus vorgehen", sagte Barroso dem "Hamburger Abendblatt". Er begrüßte das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung, betonte allerdings, es müsse gleichzeitig eine mittel- und langfristige Haushaltskonsolidierung angestrebt werden, so wie es der europäische Stabilitäts- und Wachstumspakt vorsehe. "Deutschland hat einen sehr wertvollen Beitrag zur Bekämpfung der Krise geleistet", sagte Barroso. "Aber es ist ebenso wichtig, einen Weg aus der Verschuldung zu finden."

Quelle: DDP

 
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