Nach der Krise kommt der Aufschwung: Metallindustrie schafft tausende neue Stellen
zuletzt aktualisiert: 10.12.2010 - 07:07Augsburg (RPO). Die deutsche Metall- und Elektroindustrie baut nach dem schwersten Einbruch seit Jahrzehnten wieder im großen Stil feste Vollzeitjobs auf. "Den 220.000 in der Krise weggefallenen Stellen stehen schon knapp 20.000 neu geschaffene Arbeitsplätze gegenüber", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser einer Zeitung.
Vor Beginn der konjunkturellen Talfahrt im Zuge der Finanzmarktkrise waren für die Branche etwa 3,6 Millionen Menschen tätig.
"Wenn es gut geht, arbeiten Ende 2011 wieder knapp 3,5 Millionen Menschen in der Metallindustrie", sagte der Gesamtmetall-Chef der "Augsburger Allgemeinen", warnte jedoch vor zu viel Euphorie. Während es der Autoindustrie gut gehe, schreibe ein Drittel der Firmen aus dem Bereich der Metallindustrie noch rote Zahlen.
Zudem habe ein großer Teil der Betriebe durch den massiven Auftragsrückgang während der Turbulenzen an den Finanzmärkten bis zur Hälfte des Eigenkapitals verloren.
Die Euro-Krise sieht der Präsident des mächtigsten deutschen Arbeitgeberverbandes als "einen der größten konjunkturellen Risikofaktoren" an. Durch ein Zusammenbrechen des Euro könnte Europa politisch und wirtschaftlich auseinander getrieben werden, warnte Kannegiesser.
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