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Billigflieger
Ryanair will keine weiteren Deutschland-Verbindungen

Michael O'Leary: Ryanair will keine weiteren Deutschland-Verbindungen
Mit Ryanair durch Deutschland jetten? Nicht das primäre Ziel der Airline. FOTO: afp
Berlin. Die irische Billiglinie Ryanair verbindet seit dem Herbst auch zwei deutsche Ziele: Berlin und Köln. Weitere innerdeutsche Verbindungen schweben der Airline aber erst einmal nicht vor.

"Inlandsflüge sind kein großer Teil unserer Pläne für Deutschland", sagte Vorstandschef Michael O'Leary am Donnerstag in Berlin. Man sehe sich zwar interessante Strecken an, etwa Köln-Hamburg, aber Verbindungen von deutschen Flughäfen ins Ausland seien im Moment attraktiver. Ryanair hatte im vergangenen Herbst nach jahrelanger Pause wieder innerdeutsche Flüge ins Programm genommen und damit Unruhe bei deutschen Fluggesellschaften ausgelöst.

O'Leary warnte vor einem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Im Fall eines "Brexits" werde seine Airline weniger im Vereinigten Königreich investieren. "Wenn sie in der EU bleiben, werden wir unsere Beschäftigtenzahl dort auf 6000 verdoppeln."

Ryanair will seinen Marktanteil in Deutschland in den nächsten fünf Jahren von fünf auf zwanzig Prozent steigern. "Deutschland ist unser am schnellsten wachsender Markt", sagte O'Leary, im Zentrum stehe Berlin. Wann der neue Hauptstadtflughafen in Betrieb geht, sei dafür nicht wichtig. "Wenn das Terminal eröffnet, wird es schon zu klein sein." Ryanair werde es nicht nutzen, sondern seine Passagiere am bisherigen Schönefelder Terminal einchecken lassen. Dort baut die Flughafengesellschaft einen kleinen Neubau für Ryanair.

(hebu/dpa)
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