US-Immobilienkrise belastet Institut schwer: Milliarden-Verluste bei der Citigroup
zuletzt aktualisiert: 15.01.2008 - 15:10New York (RPO). Die von der US-Immobilienkrise schwer mitgenommene Citigroup hat allein im vierten Quartal des vergangenen Jahres 9,83 Milliarden Dollar (6,6 Milliarden Euro) Verlust verbuchen müssen. Damit hat der US-Branchenprimus erstmals seit 16 Jahren in einem vierten Quartal ein Minus zu verzeichnen.
Wie die größte US-Bank am Dienstag in New York weiter berichtete, mussten Abschreibungen von rund 18 Milliarden Dollar vorgenommen werden. Die Dividende soll gesenkt werden.
Nach milliardenschweren Abschreibungen im dritten Quartal hatte die Citigroup schon Anfang November weitere Wertberichtigungen für das letzte Vierteljahr von 8 bis 11 Milliarden Dollar (5,39 bis 7,41 Milliarden Euro) angekündigt. Vorstandschef Charles Prince nahm daraufhin seinen Hut.
Die Citigroup berichtete am Dienstag weiter, dass sie rund 12,5 Milliarden Dollar (8,4 Milliarden Euro) von Investoren eingesammelt habe. Darunter falle auch die Summe von 6,88 Milliarden Dollar von Government of Singapore Investment Corp. Weitere Investoren seien Capital Research Global Investors, Capital World Investors, Kuwait Investment Authority, New Jersey Division of Investment, Anteilseigner Prinz Alwaleed bin Talal von Saudi Arabien und der frühere Chef der Bank, Sanford Weill.
Bereits Ende November hatte sich die arabische Investorengruppe Abu Dhabi Investment Authority für 7,5 Milliarden Dollar (damals: 5,05 Milliarden Euro) bei dem Finanzinstitut eingekauft. Die Kapitalspritze wurde von der Citigroup damals als passiv bezeichnet; der Anteil der neuen Investoren werde nicht höher als 4,9 Prozent sein.
Der neue Citigroup-Chef Vikram Pandit, der erst im Dezember ernannt wurde, bezeichnete die vorgelegten Ergebnisse im vierten Quartal als "eindeutig inaktzeptabel".
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