Aachen: Mitarbeiter der Philips-Glasfabrik blockieren Werkstor
zuletzt aktualisiert: 30.01.2006 - 14:26Aachen (rpo). In der Aachener Philips Glasfabrik kämpfen seit Montag rund 150 Mitarbeiter um einen Sozialplan. Die Beschäftigten blockierten das Werksgelände, nachdem die Niederlassung der LG.Philips Displays Holding aus Eindhoven am Freitag Insolvenz angemeldet hatte. Daraufhin beurteilte ein Unternehmenssprecher die Aussichten für den Erhalt des Werkes als sehr gering. Betroffen sind rund 400 Arbeitsplätze in Aachen.
Der Betriebsratsvorsitzende Martin Droigk erklärte am Montag, mit der Blockade der Werkstore wolle man die Unternehmensleitung zu einer angemessenen Regelung für die betroffenen Arbeitskräfte bewegen. So solle der seit Jahren festgeschriebene Sozialplan und Interessenausgleich für die Belegschaft umgesetzt werden. Eine Reaktion der Unternehmensleitung stehe noch aus, deshalb würden bis auf weiteres keine Fahrzeuge auf das Werksgelände gelassen.
Die Bezirksvorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, (IG BCE), Heike Arndt betonte, die Belegschaft habe schon sämtliche tariflichen Öffnungsklauseln in Anspruch genommen habe, um ihre Arbeitsplätze zu erhalten. So wurde auf Lohnerhöhungen verzichtet. Auch wurden Abschläge beim Weihnachtsgeld in Kauf genommen.
In dem Aachener Unternehmen wurden Teile für konventionelle Kathodenstrahlröhren-Bildschirme hergestellt. Angesichts des Siegeszuges der neuen Flachbildschirmfernsehern einschließlich von Fernsehgeräten mit Flüssigkristallanzeige (LCD) und Plasmafernsehern sei der Markt für konventionelle Monitore in Europa dramatisch eingebrochen, erklärte ein Sprecher von LG.Philips.
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