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Datenskandal bei der Bahn: Mitarbeiter erstattet Anzeige gegen Vorstand

zuletzt aktualisiert: 06.02.2009 - 17:54

Berlin (RPO). Der Datenskandal bei der Deutschen Bahn zieht Konsequenzen nach sich. Einem Medienbericht zufolge hat ein Mitarbeiter unter anderem Strafanzeige gegen den Bahnvorstand erstattet.

Offenbar handelt es sich dabei um ein Mitglied des Betriebsrats, wie der "Tagesspiegel" berichtet. "Wir haben Strafanzeige gegen alle Verantwortlichen erstattet, insbesondere gegen den Vorstand der Deutschen Bahn AG und gegen die Firma Network Deutschland GmbH", sagte Rechtsanwalt Klaus Michael Alenfelder dem Blatt laut Vorabmeldung.

Es gehe um Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz sowie um die Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses. Darauf stünden im Höchstfall zwei beziehungsweise fünf Jahre Haft. Der von der Bahn durchgeführte Datenabgleich habe offenbar dazu gedient, andere zu schädigen, etwa Kritiker des inzwischen abgesagten Börsengangs, und sei deshalb strafbar, sagte Alenfelder.

"Die Deutsche Bahn AG hat personenbezogene Daten unserer Mandantschaft in rechtswidriger Art und Weise durch den Datenabgleich automatisiert verarbeitet und an die Detektei Network Deutschland GmbH weitergegeben", heißt es in der Strafanzeige, die dem "Tagesspiegel" laut Bericht in Auszügen vorliegt.

Namentlich werden als Verantwortliche Bahnchef Hartmut Mehdorn sowie die weiteren Vorstände genannt. Alenfelder kündigte zudem eine Schadenersatzklage an. Die Berliner Staatsanwaltschaft konnte am Freitagnachmittag den Eingang der Anzeige weder bestätigen noch dementieren.

Quelle: AP

 
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