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Abgaswerte
Mitsubishi gibt Manipulationen zu

Mitsubishi gibt Manipulationen zu
Konzernchef Tetsuro Aikawa gab am Mittwoch eine Pressekonferenz und räumte die Manipulation von Abgaswerten ein. FOTO: dpa, fr jak wst
Tokio. Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors hat Abgastests bei Kleinwagen manipuliert. 625.000 Autos sind nach Angaben des Konzerns betroffen. An der Börse brach der Aktienkurs ein. 

Der Konzern fand eigenen Angaben vom Mittwoch zufolge Hinweise darauf, dass Mitarbeiter die Emissionswerte für verschiedene Modelle gefälscht haben.

Mitsubishi-Präsident Tetsuro Aikawa sagte, das Fehlverhalten sei dem Verkehrsministerium gemeldet worden. Unklar blieb zunächst, welches Motiv die betroffenen Mitarbeiter gehabt haben könnten.

Die gefälschten Emissionswerte umfassen nach Angaben von Mitsubishi 157.000 Fahrzeuge seiner Pkw-Modelle sowie 468.000 für Nissan gebaute Wagen. Demnach waren Nissan Unstimmigkeiten in den Emissionswerten aufgefallen.

Mitsubishi überprüfte daraufhin intern selbst die Daten und stellte die Fälschungen fest. Worin genau die Manipulationen bestanden, war zunächst nicht bekannt. Konkret sollen Reifendruckwerte gefälscht worden sein, um den Verbrauch günstiger erscheinen zu lassen.

Mitsubishi, der Hersteller von Modellen wie eK Wagon und Outlander, hatte nach einem Skandal in den frühen 2000er Jahren um Defekte wie nicht funktionierende Bremsen damit zu kämpfen, das Vertrauen der Verbraucher zurück zu gewinnen.

(ap)
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