| 10.49 Uhr

Abgas-Manipulationen
Razzia bei Mitsubishi

Mitsubishi Motor: Razzia bei Autobauer wegen Abgas-Manipulationen
Ermittler durchsuchten am Donnerstag Räumlichkeiten von Mitsubishi Motors. FOTO: afp, kit
Tokio. Nach Bekanntwerden von Manipulationen beim Treibstoffverbrauch ist ein Forschungs- und Entwicklungszentrum des japanischen Autobauers durchsucht worden. Die Aktie befindet sich im freien Fall. 

Beamte des Verkehrsministeriums hätten sich am Donnerstagvormittag Zutritt zu den Büroräumen von Mitsubishi in der Präfektur Aichi im Zentrum des Landes verschafft, sagte ein Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Die Ermittler befürchten offenbar, dass deutlich mehr Fahrzeuge betroffen sein könnten als bisher bekannt.

Mitsubishi hatte am Mittwoch zugegeben, bei Tests getrickst zu haben, um bessere Verbrauchsangaben zu erreichen. Betroffen sind laut Unternehmen mehr als 600.000 in Japan verkaufte Kleinstwagen, darunter auch Modelle des Konkurrenten Nissan, die Mitsubishi baut. In Deutschland werden diese Modelle nicht verkauft.

Die Manipulationen hätten das Vertrauen der Verbraucher "stark beschädigt", sagte Regierungssprecher Yoshihide Suga am Donnerstag. Der Skandal sei eine "extrem ernste Angelegenheit". Mitsubishi müsse nun "Erklärungen" liefern.

Die Aktie des Konzerns rauschte weiter nach unten und verlor binnen zwei Tagen mehr als ein Drittel an Wert. Am Donnerstag sackte sie an der Börse in Tokio mehr als 20 Prozent ab und verlor 150 Yen an Wert - auf dieses Maß sind die täglichen Verluste und Gewinne in Japan begrenzt. Bereits am Vortag hatte die Mitsubishi-Aktie 15 Prozent an Wert verloren.

(AFP)
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