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Informatiker in kleinen Firmen verfügen über breites Wissen: Mittelstand sucht IT-Allrounder

zuletzt aktualisiert: 18.09.2003 - 17:23

Düsseldorf (rpo). Längst leidet auch die IT-Branche unter der Wirtschaftsflaute, die meisten großen Konzerne haben Einstellungsstop. Für Informatiker sind daher mittelständische Unternehmen Karriere-Alternative. Spezialisten kommen in den überschaubaren Betrieben jedoch nicht weit, hier sind die IT-Allrounder gefragt.

„Im Mittelstand muss der IT-Experte die ganze Bandbreite kennen“, sagt Frank Simon von der Initiative „Mittelstand-online“. Hardware, Software, Lizenzen, Firewall und Mails – ein oder zwei Angestellte müssen häufig das komplette Paket betreuen. Spezialisten kennen sich dagegen oftmals nur mit einem einzigen Programm aus. Eine Tiefenkenntnis, die ihnen im Mittelstand nichts nutzt. „In kleinen Firmen müssen sie mehr Kfz-Schrauber sein, in einem Konzern ist man dagegen spezialisierter Formel1-Mechaniker“, erklärt Simon.

Als Karriereeinstieg sei die „Werkstatt“ jedoch genau das Richtige. „Mir sind Leute wichtiger, die Zusammenhänge kennen und ein umfassendes Wissen haben“, sagt Simon. Manche Experten empfehlen den Informatikern für die Arbeit in mittelständischen Firmen sogar zusätzliche Kenntnisse in BWL, VWL, Recht und Marketing. Elementares Wissen in dieser Richtung vermitteln inzwischen auch Studiengänge etwa zum E-Business-Manager (zum Beispiel mit Bachelore-Abschluss an der Internet-Akademie TEIA).

Die Entscheidung für den Mittelstand als Karriereeinstieg muss übrigens keine endgültige sein. Wer breite IT-Kenntnisse erworben hat, kann später auch zu großen Firmen wechseln, meint Simon. Allerdings sind bei den Konzernen zurzeit ohnehin kaum frei Stellen zu finden. Ein Wermutstropfen gibt es mittlerweile auch bei der Jobsuche im Mittelstand. Kleinere Firmen neigen immer mehr dazu ihre IT-Tätigkeiten auszulagern und an Spezialfirmen zu übertragen. Was jedoch als Karrierevorteil im Mittelstand bleibt, sind die langfristig besseren Perspektiven. Gerade Allroundern bieten sich Aufstiegsmöglichkeiten zum Geschäftsführer oder gar zum Inhaber – denn im Mittelstand sind Nachfolger bekanntlich rar gesät.


 
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