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Übernahme von Monsanto
Bayers Revolution birgt viele Risiken

Monsanto-Übernahme: Die Revolution von Bayer birgt viele Risiken
Für 59 Milliarden Euro kauft Bayer den US-Saatguthersteller Monsanto. FOTO: afp
Meinung | Leverkusen. Als Werner Baumann im Mai den Staffelstab in Leverkusen übernahm, kündigte er an, es werde keine Revolution bei Bayer geben. Das muss man wohl als Notlüge bezeichnen. In kurzer Zeit ist mit der Monsanto-Übernahme ein Coup gelungen, der strategisch sinnvoll ist, aber Risiken birgt. Von Antje Höning

Schon damals lief hinter verschlossenen Türen der Poker um Monsanto auf Hochtouren. Nun ist der Deal perfekt und macht Bayer zu einem anderen Konzern. Die Pharmasparte dominiert nicht mehr, sondern muss sich gleichberechtigt neben der Agrochemie behaupten.

Baumann ist in kurzer Zeit ein Coup gelungen, der strategisch sinnvoll ist: Er verschafft Bayer ein zweites starkes Standbein, so dass der Konzern Einbrüche bei Pharma besser wegstecken und sich gegen Übernahmen wappnen kann.

Zu den Risiken und Nebenwirkungen der Monsanto-Pille lese man aber das Kleingedruckte. Der Preis, den Bayer bezahlt, ist enorm. Bayer will und muss deshalb Milliarden an Synergien schöpfen, vor allem durch Kostensenkungen. Nur so wird der Konzern nach der starken Verschuldung auch seine Bonitätsnote halten.

Also müssen sich die Mitarbeiter mittelfristig auf kräftige Sparrunden einstellen. Zudem droht durch mittelfristige Investitionskürzungen die Pharmasparte erst recht geschwächt zu werden. Baumanns Marathonlauf hat gerade erst begonnen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Monsanto-Deal von Bayer lesen Sie hier.

Quelle: RP
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