Kommunen laufen Sturm: Nach Briefkästen - Post macht 1.000 Filialen dicht
zuletzt aktualisiert: 17.04.2005 - 14:21Chemnitz (rpo). Die Reduzierung der Briefkästen in deutschen Städten und Gemeinden sorgte bereits für reichlich Ärger. Jetzt laufen Städte und Gemeinden wieder Sturm. Sie fordern gesetzliche Schritte gegen die weitere Schließung von Postfilialen, da der ländliche Raum zunehmend von Dienstleistungen abgeschnitten werde. Die Post will in diesem Jahr tausend weitere Filialen dicht machen.
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg, forderte in der Chemnitzer "Freien Presse" die Bundesregierung auf, die entsprechende Verordnung zu ändern, damit "der ländliche Raum von den Postdienstleistungen nicht zunehmend abgeschnitten wird". Alle bisherigen Gespräche mit der Unternehmensführung seien weitgehend erfolglos verlaufen, weil sich die Post weigere, über die Vorgaben der Verordnung hinauszugehen, sagte Landsberg.
Laut dem Verband sollten Gemeinden mit mehr als 1.000 Einwohnern sowie jeder Landkreis mit einer Fläche von 40 Quadratkilometern eine Postfiliale haben. Gegenwärtig sei als Obergrenze 2.000 Einwohner und 80 Quadratkilometer vorgeschrieben.
Die Zahl der Filialen sei seit 1997 bis Ende vergangenen Jahres von 15.331 auf 13.019 zurückgegangen. Zugleich seien immer mehr Briefkästen abgebaut und die Konditionen der Postagenturverträge drastisch verschlechtert worden, berichtete die Zeitung.
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