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Neue Strategie
Nike verkauft erstmals Turnschuhe direkt bei Amazon

Neue Strategie: Nike verkauft erstmals Turnschuhe bei Amazon
Bisher waren Nike-Schuhe nicht über Amazon verfügbar. FOTO: afp, DA
New York. Nach jahrelanger Weigerung verkauft der US-Sportartikelhersteller Nike erstmals Turnschuhe direkt über den Onlinehändler Amazon.

"Wir werden eine begrenzte Zahl von Produkten auf Amazon verkaufen", kündigte Firmenchef Mark Parker am Donnerstag an. Neben Turnschuhen will die Marke mit dem Swoosh auch Accessoires und Sportbekleidung auf der Online-Plattform anbieten. Ob dazu auch höherwertige Artikel gehören sollen, wollte Nike nicht mitteilen.

Es handele sich zunächst um einen "Pilotversuch", sagte Parker. Das Unternehmen wolle zunächst Ergebnisse abwarten und dann über die weitere Zusammenarbeit mit dem Internetriesen entscheiden. Trevor Edwards, verantwortlich für die Marke Nike, betonte, es handele sich um eine neue Strategie.

Abbau von 1400 Arbeitsplätzen angekündigt

Die Partnerschaft mit Amazon bedeutet, dass das Onlineportal künftig Fälschungen von Nike-Artikeln von seiner Plattform verbannen muss und keinen Verkauf von Nike-Produkten über Zwischenhändler mehr zulässt. Nike hatte es über viele Jahre abgelehnt, selbst seine Sneaker auf Amazon anzubieten, ließ aber stillschweigend einen Verkauf über Einzelhändler ohne Lizenz und Großhändler zu.

Bereits Mitte Juni hatte Nike den Abbau von rund 1400 Arbeitsplätzen weltweit angekündigt. Der Konzern reagiert mit einer Neustrukturierung auf sinkende Verkaufszahlen und die Konkurrenz durch die Sportmarken Adidas und Under Armour.

Aufschwung an der Börse

Das kam bei den Anlegern gut an: So hat sich der US-Sportartikelriese starke Quartalszahlen verschafft - und damit Luft im verschärften Konkurrenzkampf mit Rivalen wie Adidas und Under Armour. In den drei Monaten bis Ende Mai wuchs der Überschuss im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 1,0 Milliarden Dollar (0,9 Mrd Euro), wie Nike am Donnerstag mitteilte. Damit übertrafen die Ergebnisse die Erwartungen der Analysten deutlich. Die Aktie stieg nachbörslich um knapp acht Prozent.

(veke/afp)
 
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