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Neue Konzernstrategie
Volkswagen will mit Elektroautos wieder an die Spitze

Neue Strategie: Volkswagen will mit Elektroautos wieder an die Spitze
Mit Elektromobilität will Volkswagen das Image nach dem Abgasskandal aufbessern und Weltmarktführer werden. FOTO: dpa
Wolfsburg. Eine Million verkaufte Elektroautos bis 2025 – damit will Volkswagen Weltmarktführer bei der E-Mobilität werden. Der Autokonzern ändert damit erneut seine Zukunftsstrategie für die Marke.

Mit einem Schwenk in Richtung Elektromobilität will Volkswagen in wenigen Jahren die Nummer eins unter den Autokonzernen sein. "Spätestens 2025 wollen wir Weltmarktführer bei der E-Mobilität sein", sagte VW-Markenchef Herbert Diess am Dienstag bei der Vorstellung der Strategie für die schwächelnde Hauptmarke des Wolfsburger Konzerns. Dann wolle VW eine Million Elektroautos pro Jahr verkaufen.

Die E-Offensive werde unter anderem durch den Wegfall von weniger beliebten und ertragsschwachen Modellen finanziert – 2,5 Milliarden Euro würden dadurch frei. Auch bei den Themen digitale Vernetzung, autonomes Fahren und Mobilitätsdienste will VW eine Vorreiterrolle spielen. Bis 2030 wolle der durch die Abgaskrise gebeutelte Konzern "Weltmarktführer in Sachen Automobilität" sein, kündigte Diess an.

Damit ändert der Traditionskonzern erneut seinen Kurs. Nach dem rasanten Wachstum der vergangenen Jahre unter dem damaligen Konzernchef Martin Winterkorn hatten die Wolfsburger unter dem Druck des Dieselskandals eigentlich angekündigt, sich vom Ziel der Größe verabschieden zu wollen. Das hört sich nun wieder anders an: "Wir wollen den Wandel nutzen und Volkswagen entschlossen an die Spitze der neuen Automobilindustrie führen", sagte Diess, seit Juli vergangenen Jahres Chef der Hauptmarke VW. "Volkswagen wird sich in den kommenden Jahren grundlegend verändern, nur die allerwenigsten Dinge werden so bleiben wie sie sind. Die neue Strategie ist letztlich ein großes Transformationsprogramm."

Erst am Freitag hatte VW die Streichung von weltweit bis zu 30.000 Stellen angekündigt, allein 23.000 davon in Deutschland. Die Kosten sollen bis 2020 um 3,7 Milliarden Euro jährlich gesenkt werden. Für Investitionen in die Elektromobilität, Vernetzung und autonomes Fahren sind in den kommenden Jahren Investitionen von rund 3,5 Milliarden Euro geplant. Damit verbunden ist der Aufbau von 9000 Stellen in Zukunftsbereichen. Auch in den USA, wo VW besonders mit den Folgen des Abgasskandals zu kämpfen hat, will der Konzern wieder Fuß fassen. Es werde aber wohl zehn Jahre dauern, bis VW auf diesem Markt wieder mit den großen Herstellen konkurrieren könne, sagte Diess. Ab 2020 wolle man in Nordamerika wieder schwarze Zahlen schreiben, "und das dauerhaft."

(rent/REU)
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