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Tarifrunde mit Bahn und EVG
Neuer Warnstreik bei der Bahn droht im Dezember

Neuer Warnstreik bei der Bahn droht im Dezember
EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba (l.) und Ulrich Weber, Bahn-Personalvorstand geben die bisherigen Verhandlungsergebnisse bekannt. FOTO: dpa, rje jai lof
Berlin. Nach der zweiten Tarifrunde bei der Bahn wird es ernster. Die Gewerkschaft EVG drückt aufs Tempo und droht schon mal mit Warnstreiks. Sie gibt dem Konzern aber noch etwas Zeit.

In den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn knirscht es. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) äußerte sich nach der zweiten Runde am Mittwoch in Berlin unzufrieden und schloss Warnstreiks im Dezember nicht mehr aus. "Es gab reichlich Papier und viele Erklärungen, aber wenig Konkretes", kritisierte EVG-Verhandlungsführerin Regina Rusch-Ziemba. Die Bahn verwies dagegen auf ein erstes Angebotspaket mit Verbesserungen bei Arbeitszeit und Entgelt.

Mehr Geld und weniger Stunden im Gespräch

Die EVG verhandelt für rund 100.000 Beschäftigte des Konzerns. Sie fordert 4,5 Prozent mehr Geld und als zweite Komponente eine Wahlmöglichkeit für jeden einzelnen Arbeitnehmer: Entweder sechs Tage mehr Urlaub im Jahr, eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit oder weitere 2,5 Prozent mehr Geld.

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sagte, das Forderungsvolumen von mehr als sieben Prozent sei bei den "aktuell geringen wirtschaftlichen Spielräumen nicht zu machen". Ein Lohnangebot mit einer Prozentzahl legte das Unternehmen noch nicht vor. Die Bahn schlug vor, Zeitgutschriften auf einem persönlichen Langzeitkonto zusätzlich zu honorieren. Außerdem möchte die Bahn für Mitarbeiter, die mindestens 30 Jahre im Konzern arbeiten, eine weitere Entgeltstufe einführen.

Zwei weitere Gesprächstermine

Für den 23. November und 8. Dezember vereinbarten beide Seite weitere Verhandlungstermine in Berlin. Rusch-Ziemba appellierte an die Bahn, die beiden Tage ernsthaft für eine Einigung zu nutzen. "Wenn das nicht gelingt, müssen wir den Druck erhöhen. Warnstreiks sind dann nicht mehr ausgeschlossen", stellte die Gewerkschafterin klar.

(bur/dpa)
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