Kampf um ABN Amro: Niederlande genehmigen Barclays-Angebot
zuletzt aktualisiert: 14.08.2007 - 09:43Den Haag/London (RPO). Im Übernahmekampf um die niederländische Bankengruppe ABN Amro ist die Barclays Bank einen großen Schritt weiter gekommen. Der niederländische Finanzminister Wouter Bos erteilte der britischen Bank in der Nacht zum Dienstag die notwendige Unbedenklichkeitserklärung für eine Übernahme, wie es in einer Mitteilung des Ministeriums hieß.
Mit dieser Entscheidung solle aber kein Vorrang für einen Bewerber ausgedrückt werden. Um die Übernahme der Barclays Bank kämpft auch ein Bankenkonsortium um die Royal Bank of Scotland (RBS). Zuvor hatten die schon niederländische Zentralbank und EU-Kommission keine Bedenken gegen eine Übernahme durch Barclays erhoben.
Das konkurrierende Banken-Konsortium aus Royal Bank of Scotland (RBS), Fortis und Banco Santander verfolgt unterdessen seine Pläne zur Übernahme von ABN Amro weiter. Insgesamt halte das Konsortium 3,25 Prozent der Aktien von ABN Amro, teilte das Banken-Trio am Dienstag mit. Dafür seien am vergangenen Freitag und am Montag Anteile zugekauft worden. Womöglich würden weitere Anteile erworben.
ABN Amro hatte sich im März mit der Barclays Bank auf eine freundliche Übernahme geeinigt. Barclays bietet für ABN Amro 64,2 Milliarden Euro, das Bankentrio 71,1 Milliarden Euro. Die Leitung der niederländischen Bank hatte zunächst das Barclays-Gebot unterstützt, spricht aber inzwischen keine Empfehlung mehr aus und will mit den Aktionären in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 20. September die Gebote beraten.
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