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Sporthersteller verbucht Umsatzplus
Nike setzt auf Fußball-WM

Sporthersteller verbucht Umsatzplus: Nike setzt auf Fußball-WM
Der Nettogewinn von Nike hat sich im dritten Quartal mehr als verdoppelt. FOTO: AP, AP
San Francisco (RPO). Dank wachsender Nachfrage hat der amerikanische Adidas- und Puma-Rivale Nike seinen Gewinn überraschend stark gesteigert. Auch ein Rückgang von Ausverkäufen habe zu der positiven Entwicklung beigetragen, teilte der weltgrößte Sportartikelhersteller am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Der Nettogewinn habe sich im dritten Quartal auf 496 Millionen Dollar mehr als verdoppelt. Vor einem Jahr schlugen allerdings hohe Übernahmekosten zu Buche. Der Umsatz stieg jetzt um sieben Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. Nach dem schwachen Geschäft im vergangenen Jahr selbst in Boom-Märkten wie China setzt Nike 2010 vor allem auf die Fußball-WM als Verkaufsmotor.

So investiert Nike mehr in Werbung, um die Fans bei der Weltmeisterschaft in Südafrika in Kauflaune zu versetzen. Im vierten Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzplus im mittleren bis hohen einstelligen Bereich. Adidas, die weltweite Nummer zwei, peilt für 2010 ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich an.

Bei Nike zogen die Bestellungen bis Juli währungsbereinigt um sechs Prozent an, nachdem die Kennziffer im Vorquartal noch um ein Prozent zurückgefallen war. Dies sei eine kräftiger Zuwachs, sagte Stifel-Nicolaus-Analyst Thomas Shaw.

Im dritten Quartal bis 28. Februar betrug der Nettogewinn 1,01 Dollar je Aktie, Experten hatten Nike nur 89 Cent je Anteilsschein zugetraut. Wäre das Vorjahresquartal nicht durch die Umbro-Übernahme belastet gewesen, hätte Nike den Gewinn um zwei Prozent gesteigert.

Beim Umsatz profitierte Nike vor allem vom Wachstum in den Schwellenländern: Dort wurde ein Plus von 43 Prozent verzeichnet. Im gesondert ausgewiesenen China stieg der Umsatz um zehn Prozent. In Nordamerika, dem wichtigsten Markt des Konzerns, konnte Nike ein Plus von einem Prozent erreichen, in Westeuropa von vier Prozent. Abwärts ging es in Mittel- und Osteuropa mit einem Minus von acht und in Japan von sieben Prozent. Andere Konzern-Marken, zu denen auch Converse gehört, konnten ihren Umsatz um 13 Prozent steigern.

(RTR/das)
 
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