HSH Nordbank: Nonnenmacher zu einer "Belastung" geworden
zuletzt aktualisiert: 03.11.2010 - 08:22München (RPO). Bei der in mehrere Affären verstrickten HSH Nordbank zeichnet sich nach Medieninformationen eine Ablösung des umstrittenen Vorstandschefs Dirk Jens Nonnenmacher ab. Führende Politiker in Schleswig-Holstein und Hamburg, den beiden Haupteignern der Bank, rücken demnach von Nonnenmacher ab.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) betonte, die Vorbehalte gegen Nonnenmacher seien gewachsen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Hamburgs Finanzsenator Carsten Frigge (CDU) ergänzte, vor allem in der Affäre um bespitzelte Bankmanager und Politiker gebe es viele unbeantwortete Fragen. Nonnenmacher sei zu einer "Belastung" geworden.
Nach Informationen des Blattes wird die Bank neuerdings auch durch ihren früheren New Yorker Filialleiter Roland K. schwer belastet. K. sagte vergangene Woche bei der Kieler Staatsanwaltschaft und bei der Bankenaufsichtsbehörde Bafin als Zeuge aus und brachte Unterlagen von Ermittlungen in New York gegen Nonnenmacher und weitere Beschuldigte mit. Die New Yorker Justiz geht dem Verdacht nach, K. seien Kinderporno-Bilder untergeschoben worden, um ihn auf diese Weise ohne Abfindung aus der Bank hinauswerfen zu können.
Die HSH äußerte sich im Detail nicht zu der Frage, ob versucht worden sei, den missliebigen Manager K. mit gefälschten Belegen ins Gefängnis zu bringen. Die Bank erklärte, der Vorstand habe wiederholt den "Vorwurf von Kenntnis jeglicher unredlicher Vorgänge mit aller Entschiedenheit zurückgewiesen - er hätte ein derartiges Vorgehen nie gebilligt oder geduldet."
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