Hoher Kostendruck: Novartis streicht in den USA fast 2000 Stellen
zuletzt aktualisiert: 13.01.2012 - 14:43Basel (RPO). Der Schweizer Pharmakonzern Novartis kommt in den USA unter Kostendruck und streicht 1960 Stellen. Als Grund nannte Novartis den Ablauf des Patents für das Bluthochdruckmittel Dovian und eine erwartete geringere Nachfrage nach dem Blutdrucksenker Rasilez/Tekturna. Dies belaste das wichtige US-Geschäft.
Die Umstrukturierung werde 160 Millionen Dollar kosten. Ab 2013 wolle der Konzern dann jährlich 450 Millionen Dollar (353 Mio Euro)
einsparen.
Von den 1960 Stellen, die im zweiten Quartal 2012 gestrichen werden sollen, entfallen 1630 auf Verkaufspersonal und 330 auf die Verwaltung. Novartis kündigte an, den Stellenabbau möglichst sozialverträglich zu gestalten. Weltweit hat Novartis 121 000 Angestellte.
Diovan ist ein führendes Bluthochdruckmittel und für Novartis bisher ein Milliardengeschäft. Das Patent in den USA läuft laut Novartis voraussichtlich im September 2012 aus.
Bei Rasilez/Tekturna ergab eine klinische Studie, dass für Diabetes-Patienten mit Nierenproblemen Risiken bestehen. Novartis muss die Absatzchancen für das Medikament neu bewerten, was zu einer außerordentlichen Belastung von 900 Millionen Dollar im vierten Quartal 2011 führt.
Hinzu kommen weitere Belastungen von 160 Millionen Dollar aus dem Stopp von Medikamenten-Entwicklungen.
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