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Bundesnetzagentur
Deutlicher Anstieg der Beschwerden über O2-Hotline

O2-Hotline: Deutlicher Anstieg der Beschwerden über Mobilfunkanbieter
O2 hatte E-Plus vor einigen Jahren übernommen. FOTO: dpa, fst lre kno lof
Düsseldorf. Bei der Bundesnetzagentur sind in den vergangenen Monaten zahlreiche Beschwerden über die schlechte Erreichbarkeit der Hotline des Mobilfunkanbieters O2 eingegangen. Die Behörde verzeichne seit Ende 2016 ein erhöhtes Beschwerdeaufkommen

Das geht aus einem Schreiben der Netzagentur an die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Nicole Maisch, hervor, das der Nachrichtenagentur AFP am Montag vorlag. O2 erklärte, die Erreichbarkeit und durchschnittlichen Wartezeiten hätten sich im Jahresverlauf - insbesondere in den vergangenen Wochen und Monaten - "sukzessive verbessert".

Die Angaben der Netzagentur beziehen sich auf die ersten sieben Monate 2017. In diesem Zeitraum gab es insgesamt 317 Anfragen und Beschwerden zum Thema Warteschleifen - insbesondere beschweren sich Verbraucher laut Behörde über den Einsatz und die Kostenpflicht von Warteschleifen - und über fehlende Informationen darüber.

Allein 208 der 317 Beschwerden 2017 bezögen sich "ausschließlich auf Warteschleifen, die im Rahmen einer entsprechenden Kontaktaufnahme zur O2-Hotline auftraten", schrieb der Präsident der Netzagentur, Jochen Homann, an Maisch.

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Ein Sprecher der O2-Mutter Telefónica sagte AFP, mit Blick auf den Kundenservice sei "generell eine differenzierte Betrachtung der einzelnen Servicekanäle notwendig": Bei der Hotline-Erreichbarkeit für Mobilfunkkunden erziele O2 wieder durchschnittliche und branchenübliche Wartezeiten von wenigen Minuten. Auch im Festnetz-Bereich habe das Unternehmen in den vergangenen Monaten Verbesserungen erzielt. "Hier wird es jedoch noch bis Jahresende dauern, bis wir da sind, wo wir sein wollen."

"Lange Warteschleifen gehen nicht"

Das Telekommunikationsgesetz macht keine Vorgaben zu Dauer und Qualität von Warteschleifen, wie die Netzagentur betont. Beschwerden darüber stellten keinen verfolgbaren Verstoß dar.

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Die Netzagentur wirkte dennoch "mit Blick auf das große Ärgernis der Verbraucher" beim Unternehmen auf die Abstellung des Zustands hin, wie Behördenchef Homann an Maisch schrieb. Er unterstütze auch eine Ankündigung der Bundesregierung, die Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen für die Erreichbarkeit von Hotlines zu prüfen.

"Lange Warteschleifen oder sogar telefonische Nichterreichbarkeit gehen nicht. Da muss zügig Abhilfe geschaffen werden", sagte die Grünen-Politikerin AFP. Es sei gut, dass die Bundesregierung über einen gesetzgeberischen Handlungsbedarf nachdenke. Dass sie das bislang nicht getan habe, sei aber "ein erneuter Offenbarungseid" dafür, dass sie sich nicht ernsthaft um die Sorgen und Probleme der Verbraucher kümmere.

(csr/AFP)
 
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