Telekom-Hauptversammlung: Obermann steht hinter Griechenland-Geschäft
zuletzt aktualisiert: 03.05.2010 - 11:28Köln/Berlin (RPO). Deutsche-Telekom-Chef René Obermann stellt sich demonstrativ hinter die griechische Konzern-Tochter OTE. Vor der Hauptversammlung heute warnte angesichts der hohen Staatsverschuldungen vor schwierigen Zeiten.
"Wir stehen ohne Wenn und Aber zu unserem Engagement in Griechenland", sagte Obermann auf der Telekom-Hauptversammlung am Montag laut Redetext. Die gesamte Region bleibe für sein Unternehmen auch langfristig ein attraktiver Markt. Die Schuldenkrise des Mittelmeerstaates habe die Geschäfte der Tochter bislang nicht beeinträchtigt, führte der Manager aus.
Der Bonner Konzern war 2008 bei OTE eingestiegen und hatte seine Beteiligung später auf 30 Prozent aufgestockt. Dafür zahlte die Telekom insgesamt 3,9 Milliarden Euro Kaufpreis. Seinerzeit wurde auch eine sogenannte Put-Option vereinbart, der zufolge der Mittelmeerstaat weitere zehn Prozent seiner OTE-Papiere an die Telekom verkaufen kann. Die Telekom muss das Paket zu einem festgeschriebenen Preis übernehmen - beim derzeitigen OTE-Aktienkurs wären das rund eine halbe Milliarde Euro.
Neuer Technikvorstand berufen
Der Dax-Konzern berief den US-Amerikaner Edward Kozel mit sofortiger Wirkung als neues Mitglied in den Vorstand. Kozel übernimmt das Amt des Innovations- und Technikvorstands, wie die Bonner am Montag mitteilten.
Der 54-Jährige ersetzt Hamid Akhavan, der die Telekom Mitte Februar verlassen hatte. Kozel war unter anderem Vorstandsmitglied beim US-Netzausrüster Cisco Systems.
Obermann: Schwierige Zeiten
Obermann schließt große Übernahmen für die nächste Zeit aus und bereitet sein Unternehmen auf wirtschaftlich schwierige Zeiten vor. "Ich befürchte, dass die hohe Staatsverschuldung in einer Reihe von Ländern nicht ohne Folgen bleiben wird", sagte Obermann der "Welt am Sonntag". Das werde auch noch einmal auf die Konjunktur schlagen. "Ich kann Ihnen nicht sagen, wann das sein wird. Aber es wird Rückschläge geben." Die Krise in Griechenland könnte schon bald unmittelbare Auswirkungen auf die Deutsche Telekom haben: Der Konzern ist an der griechischen Telekom-Gesellschaft OTE beteiligt.
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