Angst vor "Ivan" treibt die Preise hoch: Ölpreis steigt um knapp zwei Dollar
zuletzt aktualisiert: 10.09.2004 - 15:47New York/Scheveningen (rpo). Angst vor den Schäden des Wirbelsturms "Ivan" und niedrige Lagerbestände haben am Donnerstag Abend den Ölpreis nach oben getrieben. In New York stieg der Preis bis Handelsschluss um 1,84 Dollar auf 44,61 Dollar pro Barrel.
Auch in London zog der Preis für Nordseeöl kräftig an um 1,83 Dollar auf 42,22 Dollar. Heute setzte sich der Anstieg in London fort, aber bis zum Mittag nur um 19 Cent. Die US-Energiebehörde hatte vorher erklärt, die Öl-Lagerbestände seien um 1,4 Millionen Barrel auf 285,7 Millionen Barrel gefallen.
Noch kräftiger war der Bestand an Benzin gesunken. Die Ölhändler fürchten den Sturm, weil im Golf von Mexiko und im Süden der USA viele Ölförderanlagen stehen und der Betrieb möglicherweise vom Wetter behindert wird.
Der amtierende Ratsvorsitzende und niederländische Außenminister Gerrit Zalm zeigte sich mit Blick auf den hohen Ölpreis gelassen. Beim Treffen der EU-Finanzminister im niederländischen Scheveningen betonte er am Freitag, der Energieverbrauch in der EU habe sich seit den 70er Jahren halbiert. Insofern sei man weniger anfällig bei höheren Preisen. Außerdem sei die Inflation stabil, und "deshalb gibt es nicht wirklich Anlass zur Sorge".
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