OPEC sieht eigene Möglichkeiten zur Preissenkung begrenzt: Ölpreis weiter über 40 Dollar
zuletzt aktualisiert: 13.05.2004 - 13:06Hamburg/New York (rpo). Schlechte Nachrichten von der Ölpreis-Front. Nach einer nur kurzen Entspannung gehen die Preise jetzt wieder nach oben, liegen weiter über 40 Dollar pro Barrel. Experten sehen die Erholung der Weltwirtschaft in Gefahr, die Verbraucher sehen weiter hohe Spritpreise an den Zapfsäulen.
In New York schloss die US-Sorte WTI Mittwochabend 71 Cent höher bei 40,77 Dollar pro Barrel, so hoch wie seit Herbst 1990 nicht mehr. In London wurde der Preis für die Nordseesorte Brent mit 37,95 Dollar festgestellt, 59 Cent höher. Der Durchschnittspreis für OPEC-Öl stieg um 1,17 Dollar auf 36,74 Dollar pro Barrel (159 Liter), wie die Organisation in Wien mitteilte.
Am Mittwoch hatte die Internationale Energie Agentur in Paris darauf hingewiesen, dass der Ölverbrauch so schnell wie seit acht Jahren nicht mehr wachse. Die Erholung der Weltwirtschaft sei in Gefahr, wenn die Förderländer nicht zusätzliche Mengen produzieren würden.
Dagegen erklärte der Präsident der Organisation der Erdöl produzierenden Länder (OPEC), der indonesische Ölminister Purnomo Yusgiantoro, die Möglichkeiten der Organisation zur Preissenkung sei begrenzt.
Er wies darauf hin, dass die unsichere Lage im Mittleren Osten, die hohe Nachfrage der USA und Spekulation die Ölpreise treiben würden. "Alle die Faktoren sind außerhalb der Kontrolle der OPEC", sagte der Minister am Donnerstag in Jakarta.
Die OPEC produziert ein Drittel der Weltölförderung. Das wichtigste Mitgliedsland, Saudi-Arabien, hatte am Dienstag eine Fördererhöhung vorgeschlagen, was zu einem deutlichen Preisrückgang geführt hatte, der aber nicht lange vorhielt.
Am Mittwoch teilte die OPEC mit, dass die Mitgliedsländer bereits zwei Millionen Barrel mehr förderten als ihre selbst auferlegte Förderrate von 23,5 Millionen Barrel am Tag.
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