Geplante Gasversorgungsleitung: Offenbar Durchbruch bei Nabucco-Pipeline
zuletzt aktualisiert: 09.07.2009 - 14:59Berlin (RPO). Für die für Europa strategisch wichtige Gaspipeline Nabucco ist einem Bericht zufolge offenbar der Weg frei. Medienberichten zufolge soll das sogenannte Zwischenregierungsabkommen bereits am Montag in Ankara unterzeichnet werden.
Dies Berichtet die Zeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) unter Berufung auf das Umfeld der Verhandlungen. Mit der Unterzeichnung des Abkommens werden alle Planungshürden für den Bau der 3000 Kilometer langen Versorgungsleitung von Zentralasien bis nach Mitteleuropa beseitigt.
Offiziell wollte niemand der "Welt" gegenüber die Einigung bestätigen. Ein Sprecher der Nabucco-Pipeline sagte dem Blatt lediglich, alle strittigen Punkte seien gelöst worden. Wie die Zeitung weiter berichtet, hatte sich die Türkei bis zuletzt gegen die Unterzeichung des Abkommens gesträubt.
An dem in Wien ansässigen Industriekonsortium Nabucco sind unter anderem der österreichische Versorger OMV und der Essener Energiekonzern RWE beteiligt. Die Nabucco-Pipeline gilt als eine der wichtigsten, strategischen Gasversorgungsleitungen der EU. Die Bauentscheidung über Nabucco soll im kommenden Jahr fallen, wenn alle Baugenehmigungen vorhaben sind und der Gasabsatz gesichert ist. Der Bau selbst soll 2011 beginnen. Die Pipeline beginnt in der Türkei und endet im österreichischen Baumgarten.
Anfang dieser Woche hatte RWE mitgeteilt, dass der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Grüne) Berater beim Pipeline-Projekt Nabucco wird. In seiner Arbeit solle sich Fischer auf die "Kontaktpflege und den Dialog mit der politischen Führungsebene der für die Umsetzung des Nabucco-Projekts relevanten Länder konzentrieren", hieß es.
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