Wegen Datenskandal: Offenbar Millionenstrafe für die Bahn
zuletzt aktualisiert: 19.10.2009 - 20:14Berlin (RPO). Der Datenskandal bei der Deutschen Bahn hat für das Unternehmen offenbar ein teures Nachspiel. Laut einem Medienbericht ging am Montag ein Bußgeldbescheid des Berliner Datenschutzbeauftragten Alexander Dix bei der Bahn ein.
Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" fordert die Behörde eine Geldbuße von rund 1,1 Millionen Euro.
Wie zu Anfang des Jahres bekannt geworden war, hatte die Bahn seit 1998 insgesamt dreimal ihre Mitarbeiter sogenannten Massen-Screenings unterzogen. Dies sollte Fälle aufdecken, in denen Mitarbeiter sich über Scheinfirmen selbst lukrative Aufträge zuschanzen. Für Führungskräfte gab es gesonderte Datenabgleiche. Die Betroffenen erfuhren davon nichts. Die Bahn hat dem Vernehmen nach 14 Tage Zeit, gegen den Bescheid Einspruch einzulegen.
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