Insolventer Modekonzern: Offenbar neues Angebot für Escada
zuletzt aktualisiert: 14.10.2009 - 19:06München (RPO). Für den insolventen Damenmodekonzern Escada hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" der Sohn der Unternehmensgründer ein Angebot vorgelegt. Sven Ley und seine Frau Zoe Appleyard-Ley seien an einem Kauf des Unternehmens interessiert, berichtet das Blatt weiter.
Der 34-jährige Ley ist der Sohn von Margaretha und Wolfgang Ley, die Escada 1978 gegründet hatten. Seine Frau hat unter anderem als Investmentbankerin für Rothschild gearbeitet. Offen sei, wer als Finanzier hinter dem Paar steht, heißt es in dem Bericht. Das Angebot sei aber durchgerechnet. Dem Vernehmen nach habe Wolfgang Ley, der mit dem Sohn zerstritten sein soll, nichts mit der Offerte zu tun.
Derzeit sind dem Bericht zufolge noch mindestens fünf Interessenten für Escada im Rennen. Insolvenzverwalter Christian Gerloff wolle bis Anfang November den Zuschlag erteilen. Neben Sven Ley habe unter anderem ein potenter Investor aus Asien Interesse an Escada.
Dem Münchner Rechtsanwalt Nickolaus Becker, der vor Wochen sein Interesse öffentlich gemacht hat, würden so gut wie keine Chancen eingeräumt. Escada wollte zum Verlauf der Investorensuche keine näheren Angaben machen.
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