Expertenmeinung: Onur Air: Mangelnde Wartung keine Ursache für Triebwerkschaden
zuletzt aktualisiert: 19.05.2005 - 14:07München (rpo). Mangelnde Wartung ist nicht die Ursache für den in den Niederlanden festgestellten Schaden an einem Triebwerk der türkischen Onur-Air. Das berichten deutsche Experten des Triebwerkherstellers MTU in München. Die Ursache für den Defekt sei vielmehr das Ansaugen eines Fremdkörpers gewesen, so MTU-Sprecher Odilo Mühling am Donnerstag.
"Das hat nichts mit Instandhaltung zu tun." Zu diesem Ergebnis seien die Fachleute von MTU gekommen, die für Onur Air Triebwerke instandsetzen. Ihnen sei das beschädigte Triebwerk vom Hersteller GE nach dem Zwischenfall am 3. Mai auf dem Flughafen Amsterdam zur Untersuchung zugeschickt worden. MTU bestätigte damit in Teilen einen Bericht der türkischen Zeitung "Hürriyet".
Mühling wies darauf hin, dass der MTU-Bericht erst seit dem 13. Mai vorliege, das Flugverbot für Onur Air in den Niederlanden sei bereits am 12. Mai verhängt worden. Unklar blieb zunächst, ob der Triebwerkschaden am 3. Mai die Ursache für das Flugverbot war oder ob und welche anderen Zwischenfälle von den Niederländern als Grund für die Maßnahme genannt werden. Deutschland, die Schweiz und Frankreich hatten sich dem Flugverbot angeschlossen. Onur Air und die türkische Regierung kritisieren dieses als ungerechtfertigt.
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