Protestaktion: Opel-Beschäftigte demonstrieren in Antwerpen
zuletzt aktualisiert: 23.09.2009 - 14:46Antwerpen/Bochum (RPO). Tausende Opel-Beschäftigte haben in Antwerpen für den Erhalt des belgischen Opel-Werkes im Zuge der Übernahme durch den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna demonstriert. Zu der Protestaktion kamen am Mittwoch rund 4500 Beschäftigte aus ganz Europa.
Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz forderte auf der Kundgebung den vollständigen Verzicht auf Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen. Unter den Protestierenden seien auch 1000 deutsche Opel-Beschäftigte gewesen, die von den vier deutschen Standorte mit rund 20 Bussen angereist waren.
Doch keine Schließung?
Unterdessen berichtete der Radiosender HR-Info, dass das Werk möglicherweise doch nicht geschlossen wird. "Seit gestern sitzen wir zusammen und Magna hat nicht gesagt, dass das Werk in Antwerpen schließt", sagte der Vize-Vorsitzende des Betriebsrats des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) in Europa, Rudi Kennis. Pläne für eine Änderung der Produktion in Antwerpen würden noch überarbeitet.
Magna hatte angekündigt, bei der Übernahme von Opel würden rund 11.000 Arbeitsplätze der europaweit 50.000 Stellen gestrichen. Dabei war bisher auch von einer Schließung des Werks in Antwerpen die Rede. Die deutschen Standorte sollen hingegen erhalten bleiben.
Opel beschäftigt derzeit in Deutschland im hessischen Rüsselsheim sowie in Bochum, im thüringischen Eisenach und im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern 25.000 Mitarbeiter, 5000 davon in Bochum.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
