kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

"Insolvenz ist derzeit kein Thema": Opel-Beschäftigten droht massive Lohnsenkung

zuletzt aktualisiert: 09.03.2009 - 18:09

Rüsselsheim (RPO). Die deutschen Opel-Beschäftigten müssen sich auf harte Einschnitte einstellen. Laut Harald Lieske, Chef des Eisenacher Opel-Betriebsrats, habe die Arbeitgeberseite Lohnsenkungen im zweistelligen Prozenbereich ins Gespräch gebracht. Gleichzeitig hält der Konzern eine den Mitarbeitern zustehende Lohnerhöhung zurück. Von Insolvenzvorbereitungen will das Unternehmen nichts wissen.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass Opel eine den Beschäftigten seit Februar zustehende Lohnerhöhung von 2,1 Prozent zurückhält. Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel sagte der AP, die in der Produktion tätigen Bochumer Opel-Arbeiter hätten am Montag ihre Lohnabrechnung für den vergangenen Monat bekommen. Die laut Tarifvertrag fällige Entgelterhöhung sei dabei nicht ausbezahlt worden. Der Frankfurter IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild bestätigte, dass das Unternehmen bei der Gewerkschaft beantragt hat, auf die Lohnerhöhung verzichten zu können. Noch sei es aber zu keiner Vvenzereinbarung gekommen.

Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz äußerte sich zurückhaltend zu einem möglichen zweistelligen Lohnverzicht. "Ich lasse mich nicht festlegen", sagte Franz der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Dienstagausgabe): "Bevor es zu Verhandlungen darüber kommt, müssen wir uns erst mit den Betriebsräten und der IG Metall abstimmen."

"Hochgradig verantwortungslos"

Schild sagte der AP, das Unternehmen habe bislang keinen Antrag auf Lohnsenkung gestellt. Sollte es dazu kommen, werde die Gewerkschaft darauf eine europaweit koordinierte Antwort geben. Es dürfe keinen "Wettlauf bei Lohnsenkungen" geben. Auch werde die IG Metall keine Löhne unterhalb des Flächentarifvertrags akzeptieren. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) will europaweit Kosten von 950 Millionen Euro einsparen.

Das Unternehmen widersprach am Montag Berichten, wonach Opel bereits einen Insolvenzantrag vorbereite. "Insolvenz ist derzeit kein Thema", sagte Opel-Sprecher Jörg Schrott. Gesamtbetriebsratschef Franz wandte sich gegen ein Insolvenzverfahren. "Das ist überhaupt keine Alternative, nicht im Ansatz", sagte Franz im Sender "N24" am Montag: "Dieses drohende Damoklesschwert einer Insolvenz würde die Kunden verunsichern, die Beschäftigten vor allem und die Händler".

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat die Äußerungen von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zu einer möglichen Insolvenz von Opel scharf kritisiert. "Ich weiß gar nicht, was die sich dabei gedacht haben", sagte Nahles dem TV-Sender Phoenix: "Das halte ich für hochgradig verantwortungslos."

Mögliche Erweiterung des Insolvenzrechts

Die Bundesregierung arbeitet offenbar an einer Erweiterung des Insolvenzrechts, die auch Opel zugutekommen könnte. Justizministerium und Wirtschaftsministerium verwiesen darauf, dass derzeit ein Restrukturierungsverfahren geprüft werde, das Unternehmen der Finanzbranche vor dem Aus retten soll. Der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, Steffen Moritz, sagte, die Arbeiten an diesem auf die Finanzbranche zugeschnittenen Modell müssten zunächst abgewartet werden: "In einem zweiten Schritt könnte dann geprüft werden, inwiefern dieses Modell auf andere Fälle anwendbar ist."

Quelle: AP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Fiat lockt Kunden mit Drei-Jahres-Tankgutschein

Nur ein Euro pro Liter

Fiat lockt Kunden mit Drei-Jahres-Tankgutschein

Der italienische Autobauer Fiat will mit einem besonderen Angebot Kunden anlocken. mehr 

Madrid: "Wir sind solvent und werden Krise meistern"

Schuldenkrise in Spanien

Madrid: "Wir sind solvent"

Spanien benötigt nach Auffassung der Madrider Regierung zur Abwendung eines Staatsbankrotts keine Rettungsaktion der EU. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Schuldenkrise in Spanien

Madrid: "Wir sind solvent"

Französisches Familienunternehmen

Europas größter Geflügelproduzent Doux ist pleite

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Wladimir Putin in Berlin zu einem mehrstündigen Gespräch empfangen.

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Beim Antrittsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin bei Angela Merkel in Berlin begrüßten sie sich im Kanzleramt mit Wangenkuss. Von F. Herrmann und G. Mayntz  mehr

 
Die Linke - Konferenz in Frankfurt

Parteitag am Wochenende in Göttingen

Personeller Showdown bei den Linken

Bei der Linken wird der Kampf ums Spitzenpersonal an diesem Wochenende entschieden – zumindest vorerst. Von Dana Schülbe  mehr

 
 
 

Menschenrechtsrat fordert Untersuchung

UN verurteilt Syrien wegen Hula-Massaker

 

Keine Lösung bis zum Herbst

SPD-Länder lehnen Steuerabkommen weiter ab

 

Debatte um marodes Atommüll-Lager

Altmaier will Lex Asse zur Atommüll-Bergung

 
Strom-Rechner

kWh
vergleichen