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Autoindustrie: Opel bricht ein, Daimler schafft Jobs

zuletzt aktualisiert: 09.10.2008 - 12:05

Zürich (RPO). Die Autoindustrie schwächelt zurzeit. Jetzt gab auch noch Opel bekannt, dass der Absatz des Autobauers und seiner Schwestermarke Vauxhall in den ersten neun Monaten des Jahres um 6,1 Prozent eingebrochen ist.

Der Autobauer Opel will ein 40-Milliarden-Programm für die Autobranche.  Foto: RPO
Der Autobauer Opel will ein 40-Milliarden-Programm für die Autobranche. Foto: RPO

Wie der Mutterkonzern General Motors am Donnerstag in Zürich berichtete, sanken die Neuzulassungen beider Marken um 76.536 Fahrzeuge. Vor allem der September entwickelte sich für die beiden GM-Kernmarken infolge der Finanzmarktkrise zu einem schwarzen Monat.

Nach Unternehmensangaben sank der Absatz von Opel und Vauxhall im Vergleich zum September 2007 um 11,6 Prozent oder 22.241 Fahrzeuge. Noch schlimmer traf es Saab, deren Absatz von Januar bis September um 16,7 Prozent oder 10.794 Autos zurückging.

Im September sackte die Zahl der neu zugelassenen Saabs europaweit sogar um 30,3 Prozent oder 2.577 Fahrzeuge ab. Zeitgleich sei der Gesamtmarkt europaweit um 6,17 Prozent oder 125.648 Einheiten auf 1,91 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen.

GM verkaufte von Januar bis September insgesamt 1,9 Prozent weniger Autos in Europa. Abgemildert wurde der Absatzeinbruch durch die Entwicklung der Marke Chevrolet, die ihren Absatz um 16,8 Prozent oder 55.426 Fahrzeuge steigern konnte. Selbst im September konnte Chevrolet noch zulegen. So verkaufte die in Europa auf Kleinwagen koreanischer Fertigung spezialisierte Marke 3,36 Prozent mehr Autos.

Daimler schafft Stellen

Trotz der jüngsten Zuspitzung der Finanzkrise will der Autobauer Daimler weltweit im kommenden Jahr über 1000 neue Arbeitsplätze schaffen. Sprecherin Marina Krets sagte am Donnerstag in Stuttgart, allein 500 Stellen sollten im Rahmen eines Nachwuchsprogramms besetzt werden.

"Es gibt derzeit kein neues Personalabbauprogramm." Die Sprecherin verwies außerdem auf die bestehende Vereinbarung zur Zukunftssicherung, wonach bis zum Jahr 2012 an den deutschen Standorten betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind.

Krets sagte, die vorhandenen Flexibilisierungsmaßnahmen schützten die Stammbelegschaft. Damit könne man auf unterschiedliche Marktsituationen reagieren. "Allerdings erfordert der weltweite Wettbewerb, dass wir ständig an der Verbesserung unserer Effizienz arbeiten und unsere Strukturen auf den Prüfstand stellen."

Quelle: ap

 
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