Medienbericht: Opel droht ein Generalstreik
zuletzt aktualisiert: 29.10.2009 - 06:53München/Frankfurt/Main (RPO). Die IG Metall will einem Pressebericht zufolge zu drastischen Mitteln greifen, wenn der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) seine deutsche Tochter doch behalten und nicht mehr an das Konsortium des Kfz-Zulieferers Magna abgeben sollte. In diesem Fall wollen die Arbeitnehmervertreter bei Opel zu einem Generalstreik aufrufen.
Bleibe Opel bei GM, solle "hier alles lahmgelegt werden", hieß es. Mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen hätten dies der "Süddeutsche Zeitung" bestätigt. Darüber werde seit dem vergangenen Wochenende gesprochen. Zuletzt hatte es wiederholt Spekulationen gegeben, wonach der US-Konzern seine Tochter behalten und in Deutschland massiv Stellen streichen will.
GM steht nach Überzeugung von Opel-Betriebsratschef Klaus Franz aber zur Einstieg von Magna und Sberbank bei Opel und will auch die Bedenken der EU-Kommission zerstreuen. Dem Bundeswirtschaftsministerium liege dazu ein Schreiben von GM vor, sagte Franz der "Frankfurter Rundschau".
General Motors habe am 15. Oktober in einem Brief an den damals noch amtierenden Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) erklärt, den Einstieg von Magna und der Sberbank mitzutragen und in keiner Weise unter politischem Druck gehandelt zu haben.
"In dem Schreiben hat GM-Unterhändler John Smith bestätigt, dass das Konzept von Magna und der Sberbank das wirtschaftlich sinnvollste und industriell zukunftsfähigste für New Opel ist", sagte Franz.
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