Sanierung ohne Staatshilfe: Opel hat einen "Plan B"
zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 10:40München (RPO). Opel bereitet mit einem zweiten, härteren Sanierungsplan einem Bericht zufolge einen Unternehmensumbau ohne Staatshilfe vor. "Es gibt einen Plan B mit noch tieferen Einschnitten, wenn es keine Staatshilfen und keine Zugeständnisse der Mitarbeiter gibt."
So zitierte die "Süddeutsche Zeitung" eine nicht genannte Quelle. Demnach könnten neben dem belgischen Standort Antwerpen auch noch weitere Werke geschlossen werden.
Ein Opel-Sprecher wollte das Thema gegenüber der Zeitung nicht näher kommentieren. "Wir sind bemüht, alle offenen Dinge mit der Arbeitnehmervertretung zu diskutieren und zu lösen."
Opel hatte kürzlich das Aus für das Traditionswerk in Antwerpen in der nordbelgischen Provinz Flandern bekanntgegeben. Zu Wochenbeginn hatte Opel-Chef Reilly erst seine Standort-Garantie für das Werk im thüringischen Eisenach erneuert.
Opel steckt seit mehr als einem Jahr in einer tiefen finanziellen Krise und soll deswegen grundlegend saniert werden. Ende vergangenen Jahres hatte der Autobauer angekündigt, deswegen in Europa insgesamt 8300 Stellen abbauen zu wollen.
4000 Stellen sollen alleine in Deutschland wegfallen. Von den Mitarbeitern fordert der Autobauer jährliche Einsparungen in Höhe von 265 Millionen Euro für die kommenden Jahre. Das Verhandlungsklima mit dem Betriebsrat gilt als äußerst angespannt.
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