General Motors: Opel-Konzept von Magna ist nicht umsetzbar
zuletzt aktualisiert: 29.07.2009 - 11:09Hamburg (RPO). General Motors sieht erhebliche Hindernisse für eine Übernahme des Autobauers Opel durch den Zulieferer Magna. Das von Magna zuletzt vorgelegte Angebot sei im Hinblick auf Patentfragen und das GM-Russlandgeschäft nicht umsetzbar, schrieb der Verhandlungsführer des US-Konzerns, John Smith, in einem Blogbeitrag am Dienstagabend. Die Verhandlungen mit Magna würden fortgesetzt, um die Probleme zu beseitigen.
Dagegen sind die Verhandlungen mit dem Finanzinvestor RHJ aus Sicht von GM offenbar abgeschlossen und der Vertrag unterschriftsreif. Das Angebot von RHJ habe eine einfachere Struktur und könne leichter umgesetzt werden, schrieb der Verhandlungsführer. Die Pläne von RHJ würden weniger Staatshilfe erfordern und die globalen Allianzen von GM nicht beeinträchtigen. Das RHJ-Angebot bleibe damit eine "vernünftige und gangbare Option".
GM sei nach wie vor bereit, die noch bestehenden Herausforderungen in Verhandlungen mit Magna zu lösen, betonte Smith: "Aber wir können nicht sagen, wann dieser Prozess abgeschlossen sein wird." Es bleibe das Ziel, bis Ende September zu einem endgültigen Abschluss mit einem der beiden Bieter zu kommen. Es gehe GM darum, die beste Lösung für Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall zu erreichen.
Stellenabbau stärker, als geplant
Der Opel-Betriebsrat rechnet im Falle einer Übernahme mit einem deutlich stärkeren Stellenabbau als bisher angenommen. Er sieht bis zu 22.000 Arbeitsplätze bei einem Einstieg der belgischen Industrieholding RHJI gefährdet.
Demnach soll die Mitarbeiterzahl bei Opel/Vauxhall europaweit "voraussichtlich auf 32 000 sinken, was einer Reduzierung um 22.000 Mitarbeiter entspricht", zitiert die "Bild" in Bezug auf einen Brief des Betriebsrates. Sollte das Konsortium Magna/Sberbank den Zuschlag erhalten, rechnet der Betriebsrat laut Brief mit einem Rückgang der Arbeitsplätze auf 33.000.
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