US-Ministerium gibt 19,4 Milliarden: Opel-Mutter GM erhält weitere Milliardenspritze
zuletzt aktualisiert: 23.05.2009 - 18:40New York (RPO). Die ums Überleben kämpfende Opel-Mutter General Motors hat sich vorzeitig weitere vier Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro) von der US-Regierung geliehen.
Ursprünglich hatte GM erklärt, bis zum 1. Juni weitere 2,6 Milliarden zu benötigen. In einer Eingabe vom Freitag hieß es aber, noch vor diesem Termin seien zusätzlich 1,4 Milliarden nötig. Insgesamt hat GM damit 19,4 Milliarden Dollar vom US-Finanzministerium angenommen, von denen ein Teil jedoch erst nach dem 1. Juni in Anspruch genommen wird.
Die US-Regierung hat dem Konzern bis zum 1. Juni eine Frist eingeräumt, um sich neu aufzustellen. Andernfalls droht eine Insolvenz.
Die Konzernführung hat sich in dieser Woche mit den Gewerkschaften in den USA und Kanada über Sparmaßnahmen geeinigt, denen die Mitglieder aber noch zustimmen müssen. Weitaus schwieriger gilt eine Einigung mit den GM-Gläubigern. GM hat ihnen im Gegenzug für eine Tilgung der 27 Milliarden Dollar einen Anteil am Konzern von zehn Prozent angeboten. Die Gläubiger haben diese Offerte jedoch als zu niedrig abgelehnt.
US-Präsident Barack Obama erklärte unterdessen, General Motors und der bereits insolvente Autohersteller Chrysler müssten nach ihrer Umstrukturierung schlanker und schlagkräftiger sein. Ziel der Autobauer müsse es sein, auf die Wünsche der Konsumenten einzugehen, sagte Obama in einem Interview des öffentlich-rechtlichen US-Fernsehsenders C-SPAN, das am Samstag ausgestrahlt werden sollte. Dies bedeute, dass die neuen Autos spritsparend und leistungsstark sein müssten.
Der Präsident verteidigte zugleich die staatlichen Hilfen für die Automobilindustrie. Die Regierung könne nicht zulassen, dass eines der Unternehmen pleitegehe. "Unsere Autoindustrie ist die wirtschaftliche Grundlage des gesamten Mittelwestens", sagte Obama.
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