Chef Nick Reilly optimistisch: Opel rechnet 2011 mit schwarzen Zahlen
zuletzt aktualisiert: 23.06.2010 - 06:23Bilbao (RPO). Der angeschlagene Autobauer Opel kann nach den Worten seines Chefs Nick Reilly im kommenden Jahr in die schwarzen Zahlen zurückkehren. "Wir haben gute Chancen, nächstes Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen oder sogar noch ein bisschen besser abzuschließen", sagte Reilly.
Dieses Jahr sei dies noch nicht möglich, weil die Kosten für die Restrukturierung Opels zu Buche schlügen, erklärte Reily am Dienstagabend am Rande einer Branchenkonferenz im spanischen Bilbao.Der europäischen Tochter des US-Konzerns General Motors steht der Abbau von 8300 Arbeitsplätzen bevor.
Reilly kündigte zugleich an, das angeschlagene Image des Traditionsunternehmens wieder aufzupolieren. "Wir haben Marktanteile in Deutschland verloren", sagte er. "Wir müssen unser Image in Deutschland wiederbeleben." Der Ruf des Autobauers habe unter der Insolvenz des Mutterkonzerns und dem monatelangen Gezerre um Staatshilfen für seine Sanierung gelitten. "Wir standen - und das ist eine Art von Eingeständnis - vor einigen Jahren im Ruf, zuverlässig zu sein. Ich würde einräumen, dass wir ein bisschen von diesem Ruf verloren haben. Aber die Menschen haben das noch im Hinterkopf und wir werden das wieder in den Vordergrund holen."
General Motors wollte Opel zunächst wie mehrere andere Marken im Rahmen seiner Restrukturierung abstoßen, legte dann aber eine Kehrtwende ein und behielt den Rüsselsheimer Autobauer. Danach verhandelte der Konzern monatelang über staatliche Hilfen für die Sanierung der europäischen Tochter, zog jedoch alle Anträge dafür vor kurzem zurück und erklärte, die Kosten nun alleine zu stemmen.
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