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Überlegungen zu Investorensuche: Opel überdenkt Werksschließung in Antwerpen

zuletzt aktualisiert: 09.03.2010 - 18:44

Brüssel (RPO). Die geplante Schließung des Opel-Werks im belgischen Antwerpen ist offenbar noch nicht endgültig. Die Firmenleitung spreche mit Arbeitnehmervertretern über eine mögliche Zukunft des Standortes, sagte ein Opel-Sprecher am Dienstag.

Der Frankfurter IG-Metall-Bezirkschef und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild signalisierte wieder Verhandlungsbereitschaft über einen Sanierungsbeitrag der Belegschaft. Die "Idee" sei, einen Investor zu suchen, der das Werk übernehme, sagte Opel-Sprecher Andreas Kroemer. Das Unternehmen selbst könnte einen Minderheitsanteil behalten. Produziert werden könne der Astra Twin Top, zusätzlich könnten Aufträge anderer Autohersteller gesucht werden.

Auch diese Lösung würde aber eine deutliche Verkleinerung des Werkes bedeuten. Zu den Aussichten der Lösung sagte Kroemer nichts. "Es gibt jetzt eine Auswertung des Vorschlags." Opel ist nach belgischem Recht verpflichtet, vor einer Schließung Alternativen zu erörtern.

Arbeitnehmervertreter aus Antwerpen sollten nach Gewerkschaftsangaben am Dienstag zum Opel-Hauptsitz in Rüsselsheim kommen, um die Pläne zu diskutieren. Eingeladen waren demnach auch Vertreter aus anderen Standorten, darunter aus Bochum. Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel hatte kürzlich einem Medienbericht zufolge in einer internen Rund-E-Mail davor gewarnt, die Werke Bochum und Antwerpen gegeneinander auszuspielen.

Nach dem Anfang Februar vorgestellten Opel-Sanierungsplan soll das Antwerpener Werk mit rund 2600 Mitarbeitern im Laufe des Jahres schließen. Die Sanierungskosten für Opel beziffert das Unternehmen auf rund 3,3 Milliarden Euro, die zum Teil aus Staatshilfen kommen sollen. Ob und wieviel Mittel die Regierungen der Standort-Länder beisteuern, ist jedoch ungewiss.

Die Arbeitnehmervertreter signalisierten indessen neue Verhandlungsbereitschaft zu einem Beitrag aus ihren Reihen. "Wir sind bereit, zu verhandeln", sagte IG-Metall-Funktionär Schild dem "Tagesspiegel". Die zentrale Forderung bleibe, dass das belgische Werk nicht schließt. "Klar ist, dass wir nicht mit deutschen Arbeitnehmerbeiträgen die Entlassung von belgischen Arbeitnehmern in Antwerpen finanzieren werden."

Quelle: AFP/das

 
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