Mehr Mitsprache für Belegschaft: Opel will Umwandlung zur AG einleiten
zuletzt aktualisiert: 18.08.2010 - 09:24Düsseldorf (RPO). Opel will die Umwandlung von einer GmbH zur Aktiengesellschaft in Kürze in die Wege leiten. Der Aufsichtsrat werde hierfür "in den nächsten Tagen" den Grundsatzbeschluss fällen, sagte Opel-Betriebsratschef und Vize-Aufsichtsratschef Klaus Franz in einem Interview.
Laut "Handelsblatt" ist die Sitzung am Donnerstag geplant. Die neue Gesellschaftsform wird die Mitsprachemöglichkeiten der Arbeitnehmer und die Eigenständigkeit der Geschäftsführung gegenüber der US-Konzernmutter General Motors (GM) erweitern. So werde künftig aus Mitgliedern des Aufsichtsrates ein Produktplanungs-Ausschuss gebildet, der die Planung neuer Modelle von Opel beschließen solle, sagte Franz dem "Handelsblatt".
Geschäftsführung und Betriebsrat hatten sich im Mai vertraglich geeinigt, dass Opel wieder eine deutsche Aktiengesellschaft wird. Opel-Chef Nick Reilly erfüllte damit eine Forderung der Arbeitnehmer. Sie hatten sich zu einem Lohnverzicht in Höhe von 265 Millionen Euro jährlich bis 2014 bereiterklärt.
Die Adam Opel AG war 2005 in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umgewandelt worden. Damit hatte sich der US-Mutterkonzern mehr Einfluss auf Entscheidungen bei Opel gesichert.
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