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Weihnachtsgeschäft
Für Paket-Zusteller ist "alles reibungslos abgelaufen"

Paket-Zustellung vor Weihnachten 2017: DHL, dpd und Hermes sind zufrieden
Vor Weihnachten herrschte Hochbetrieb bei den Paketzustellern (Archiv). FOTO: dpa, bwu
Bonn. Zwar wurden vor Weihnachten deutlich mehr Pakete verschickt als sonst. Aber die Zusteller wollen diese Herausforderung "reibungslos" bewältigt haben: Fast alle Sendungen hätten rechtzeitig ihr Ziel erreicht, nur "punktuell" habe es Probleme gegeben, berichten die Firmen.

Das wegen der Flut von Online-Einkäufen befürchtete Paket-Chaos zu Weihnachten ist nach Branchenangaben ausgeblieben. Bei einer Umfrage berichteten große deutschen Paketzusteller übereinstimmend, fast alle Bestellungen seien rechtzeitig vor Weihnachten abgeliefert worden. Allenfalls punktuell sei es zu Engpässen bei der Zustellung gekommen. Auch Deutschlands größter Internethändler Amazon bestätigte, er habe "keine größeren Probleme feststellen" können.

Der Boom des Internethandels hatte die Paketzusteller in diesem Jahr vor neue Herausforderungen gestellt. Am Spitzentag vor Weihnachten seien in Deutschland 15 Millionen Pakete eingeliefert worden, berichtete Marten Bosselmann, Geschäftsführer des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK). Das waren fünf Millionen mehr als im Vorjahr. Dennoch sei "alles reibungslos abgelaufen". Geholfen habe, dass weder Schnee noch Eis die Zustellung erschwerten. Kurz vor Weihnachten hatten Logistik-Experten gewarnt, die Paketmengen seien nur noch unter größten Anstrengungen zu bewältigen.

"Fast alle Pakete rechtzeitig zugestellt"

Allein beim Marktführer Deutsche Post DHL wurden laut einem Sprecher in der Spitze vor Weihnachten rund zehn Millionen Pakete abgegeben. Zum Vergleich: An einem durchschnittlichen Tag muss der Logistik-Riese  4,3 Millionen Sendungen bewältigen. Bereits seit Ende November habe die Auslastung des Post-Netzes mit rund sieben Millionen Paketen täglich deutlich über dem Jahresdurchschnitt gelegen.

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Die Post habe sich frühzeitig auf die Paket-Flut vorbereitet und für die Weihnachtszeit rund 10.000 Beschäftigte zusätzlich eingestellt, betonte der Sprecher. Auch Mitarbeiter aus der Verwaltung hätten in Sortierzentren ausgeholfen. Dadurch sei es gelungen, die Paket-Flut "weitgehend problemfrei" zu bewältigen, auch wenn sicherlich der ein oder andere sein Paket etwas später bekommen habe als sonst.

Auch die Konkurrenten Hermes und Dpd zeigten sich mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts zufrieden. Beide Zusteller sprachen von einem Zuwachs von 15 Prozent beim Paketaufkommen im Dezember im Vergleich zum Vorjahr. "Neben den steigenden Paketmengen erwies sich dabei auch die Verkehrssituation - insbesondere in den Städten - als große Herausforderung", sagte ein Dpd-Sprecher. "Dennoch kam es allenfalls punktuell Engpässen, fast alle Pakete konnten rechtzeitig vor Heiligabend zugestellt werden."

Weiterhin viel zu tun durch Retouren

"Wir haben kein Chaos gehabt", sagte ein Hermes-Sprecher. Die Maßnahmen hätten gegriffen. Hermes hatte unter anderem Obergrenzen für Händler festgelegt, über die hinaus keine Sendungen mehr angenommen wurden. "Das ist mehrheitlich positiv goutiert worden", sagte er. Hermes stellte zudem rund 6000 Mitarbeiter zusätzlich für das Weihnachtsgeschäft ein.

Auch Amazon zog eine positive Bilanz. "Mit unseren Lieferpartnern haben wir bereits lange vor Weihnachten über das erhöhte Volumen gesprochen und konnten keine größeren Probleme feststellen", teilte das Unternehmen mit. In den Logistikzentren des Internet-Riesen sorgten 13.000 zusätzliche Saisonkräfte für die Abwicklung der Bestellungen.

Doch auch nach Weihnachten ist der Hochbetrieb bei den Paketzustellern nicht zu Ende. Anfang Januar liege die Menge der eingelieferten Pakete mit bis zu sechs Millionen täglich noch deutlich über dem Jahresdurchschnitt, sagte ein Post-Sprecher. Dazu trage nicht zuletzt die Zahl der Rücksendungen bei. Nach Angaben des Branchenverbandes BIEK liegt die Retouren-Quote im Januar um bis zu 40 Prozent über dem Jahresschnitt. Nicht jedes Weihnachtsgeschenk treffe den Geschmack des Beschenkten.

(wer/dpa)
 
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