Flachbildschirme belasten Bilanz: Philips mit Gewinneinbruch
zuletzt aktualisiert: 18.04.2005 - 10:58Amsterdam (rpo). Die schlechten Geschäfte mit Halbleitern und Flachbildschirmen haben dem niederländischen Elektronik-Multi Philips die Bilanz verhagelt. Seit Jahresbeginn wurde ein kräftiger Gewinneinbruch verzeichnet.
Wie Europas größter Produzent von Unterhaltungselektronik am Montag mitteilte, sank der Nettoüberschuss auf 117 Millionen Euro. Dies waren 79 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit blieb Philips hinter den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz blieb mit 6,64 Milliarden Euro praktisch stabil und im Rahmen der Expertenerwartungen.
Philips erklärte, der Gewinnrückgang sei vor allem auf geringere Ergebnisbeiträge bei nicht konsolidierten Töchtern und Gemeinschaftsunternehmen zurückzuführen. Diese seien um 435 Millionen Euro zurückgegangen.
Zu den betroffenen Firmen gehört unter anderem das Flachbildschirm-Joint-Venture mit dem südkoreanischen Konzern LG, das angesichts fallender Preise für die Geräte das erste Quartal mit einem Verlust von 61 Millionen Euro abgeschlossen hatte.
Davon muss sich Philips 34 Millionen Euro zurechnen lassen. Im ersten Quartal 2004 hatte LG Philips LCD noch 215 Millionen Euro zum Gewinn des Gesamtkonzerns beigesteuert.
In der Halbleitersparte sank der Umsatz binnen Jahresfrist um drei Prozent auf 1,01 Milliarden Euro, während der Gewinn um 79 Prozent auf 14 Millionen Euro zurückging. Für den Bereich geht Philips für das zweite Quartal von einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum vorangegangenen Vierteljahr aus. Einen deutlichen Schub für die Chip-Herstellung erwarten die Niederländer nicht vor der zweiten Jahreshälfte.
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