Nach Milliarden-Verlust: Philips will 6000 Stellen abbauen
zuletzt aktualisiert: 26.01.2009 - 14:33Amsterdam (RPO). Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat wegen der Wirtschaftskrise den Abbau weiterer 6.000 der weltweit 121.000 Arbeitsplätze angekündigt. Schon in den letzten Monaten hatten 7.000 Philips-Mitarbeiter ihre Jobs verloren.
Das Unternehmen meldete am Montag in Amsterdam einen Quartalsverlust von 1,47 Milliarden Euro im vierten Quartal. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 1,4 Milliarden Euro verbucht worden. Der Umsatz fiel um 9,7 Prozent auf 7,62 Milliarden Euro. Neben der Krise drücken Philips auch Abschreibungen und Sanierungskosten.
Allein die Abschreibungen betrugen im Jahr 2008 eine Milliarde Euro, nachdem 2007 noch ein Sondergewinn von 1,2 Milliarden Euro aus Firmenverkäufen kassiert worden war.
Eine Milliarde Euro abgeschrieben
Der Milliardenverlust stammt vor allem aus den Geschäftsbereichen Beleuchtung und Unterhaltungselektronik, während sich die Medizintechnik gut gehalten hat. Vor allem der Absatz von Fernsehern brach nach dem Ausstieg aus dem US-Geschäft mit 37 Prozent drastisch ein.
In der Licht-Sparte wurde Philips Opfer der Auto-Absatzkrise, für die die Holländer als Zulieferer arbeiten. Für Deutschland war schon vergangenes Jahr ein Abbau von 90 Stellen in Hamburg und 130 in Aachen mitgeteilt worden.
"Die Entwicklung unserer Quartalsergebnisse spiegelt die unvergleichliche Geschwindigkeit und Wucht der Wirtschaftsabschwächung im Jahr 2008", erklärte Vorstandschef Gerard Kleisterlee.
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