Erfolge in der Krise: Playmobil feiert Umsatzrekord
zuletzt aktualisiert: 29.01.2009 - 13:33Zirndorf (RPO). Spielzeughersteller Playmobil kann die Rezession offensichtlich nicht schrecken. Das Unternehmen stellte im vergangenen Jahr das achte Rekordergebnis in Folge auf. Der Umsatz mit Playmobil-Figuren stieg um sechs Prozent und beträgt nun stolze 452 Millionen Euro, teilte das Unternehmen mit.
Der Umsatz der geobra-Brandstätter-Gruppe, zu der außerdem der Playmobil-Freizeitpark in Zirndorf und ein Pflanzgefäßhersteller gehören, wuchs um 8 Prozent auf 496 Millionen Euro.
Der Ertrag habe sich zufriedenstellend entwickelt, betonte die Geschäftsführerin der Gruppe, Andrea Schauer. Zahlen nannte sie nicht. Nach wie vor würden Gewinne "in hohem Maße" in das Unternehmen investiert. "Auf diese Weise bleibt Playmobil von Banken unabhängig", sagte sie.
Angesichts gestiegener Lagerhaltungskosten und Investitionen in Formen sowie der im Zuge der Tarifabschlüsse gestiegenen Lohnkosten wird Playmobil zur Spielwarenmesse am 5. Februar die Preise um durchschnittlich 4,9 Prozent anheben, kündigte Schauer an.
60 Prozent in Franken hergestellt
Playmobil fertigt 60 Prozent seiner Ware im mittelfränkischen Dietenhofen. Dort seien im vergangenen Jahr fünf Schichten in Spritzerei und Druckerei eingeführt worden, sagte der kaufmännische Geschäftsführer, Steffen Höpfner. Dadurch werde dort an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr gearbeitet. 2008 wurden von Dietenhofen aus rund 40 Millionen Playmobil-Packungen verschickt.
Neben Deutschland mit seiner um 103 auf 1.628 Mitarbeitern erhöhten Belegschaft unterhält Playmobil noch Werke auf Malta, wo im vergangenen Jahr rund 95 Millionen Figuren hergestellt wurden, sowie Standorte in Tschechien und Spanien. Weltweit beschäftigte die Gruppe im vergangenen Jahr 2.861 Mitarbeiter und damit 112 mehr als 2007. Für das laufende Jahr seien derzeit keine Neueinstellungen geplant, sagte Höpfner.
Insgesamt werde Playmobil inzwischen in rund 70 Ländern vermarktet, wodurch 68 Prozent des Umsatzes im Ausland entstünden, sagte Schauer. Mit Ausnahme von Österreich und Deutschland habe Playmobil auf allen Märkten deutlich wachsen können. Der mit Abstand größte Umsatzbeitrag stamme nach wie vor aus Frankreich: Hier seien die Erlöse um 17 Prozent auf 118 Millionen Euro gestiegen. Playmobil sei dort die klare Nummer 1 bei traditionellem Spielzeug. In Deutschland liege Playmobil indes mit einem Marktanteil von 8,6 Prozent hinter Lego auf Platz 2.
Weniger Umsatz durch Fachhandel
Im Inland sei der Umsatz mit dem Fachhandel um 4 Prozent zurückgegangen. 2009 sei in Deutschland allerdings ein einstelliges Wachstum durchaus machbar, sagte Schauer. "Wir beobachten, dass sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten starke Marken wie Playmobil behaupten können, die sich durch hochwertige Qualität das Vertrauen der Konsumenten verdient haben", erklärte sie.
Entsprechend werde für die gesamte Gruppe ein neuerliches Wachstum im mittleren einstelligen Bereich angestrebt. "Wir wollen so weitermachen", sagte Schauer. "Wir haben nicht viel falsch gemacht."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
