Zahlungsunfähige Herrenbekleidungskette: Pohland-Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu
zuletzt aktualisiert: 08.10.2009 - 16:17Köln (RPO). Am Donnerstag kamen die Gläubiger der zahlungsunfähigen Herrenbekleidungskette Pohland auf einer Versammlung zusammen. Mehr als 98 Prozent der Anwesenden stimmten einem Insolvenzplan zu. Das Amtsgericht Köln hatte den Plan bereits angenommen, hieß es.
Seit Insolvenzantragstellung von Anfang März sind den Angaben zufolge bereits 50 Prozent der Altverbindlichkeiten getilgt worden. "Pohland hat nun gute Möglichkeiten für einen erfolgreichen Neustart", sagte Insolvenzverwalter Christoph Niering.
Von der Pohland-Insolvenz waren 343 Mitarbeiter in zwölf Filialen - davon sechs in NRW - betroffen. Als Gründe für die Insolvenz hatte das Unternehmen auf die hohen Investitionen verwiesen, die im vergangenen Jahr aufgrund der Eröffnung von vier neuen Filialen getätigt werden mussten. Zudem habe die Finanz- und Wirtschaftskrise die Situation verschärft.
Im Zuge der Sanierung und Restrukturierung wurden die Filialen in Bremen, Köln-Weiden und Kassel geschlossen. Der Geschäftsbetrieb am Standort Dortmund wird voraussichtlich zum 31. Januar 2010 eingestellt. Der Räumungsverkauf soll kurzfristig eingeleitet werden. Die übrigen Standorte in Frankfurt am Main, Koblenz, Köln-Innenstadt, Oberhausen, Essen, Duisburg, Hannover und Braunschweig bleiben erhalten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
