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Sportwagenhersteller: Porsche hält Absatz auf geringem Niveau

zuletzt aktualisiert: 18.06.2010 - 09:09

Stuttgart (RPO). Porsche hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres seinen Absatz nahezu stabil gehalten. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, wurden zwischen August 2009 und April 2010 insgesamt 53.605 Fahrzeuge und damit nur 30 weniger als im Vorjahreszeitraum verkauft.

Dieser Wert hatte bereits um mehr als 27 Prozent unter dem Niveau von 2008/09 gelegen.

Laut der Porsche Automobil Holding SE fiel in den ersten neun Monaten nach Steuern ein Verlust von 700 Millionen Euro an. Darin enthalten seien Sondereinflüsse, die durch die strukturellen Veränderungen hervorgerufen wurden sowie Effekte aus der Kapitalerhöhung der Volkswagen AG, an der die Porsche SE nicht teilgenommen habe. Im Vorjahr seien noch 4,2 Millionen Euro erlöst worden. Dabei habe der Konzern vor allem von Aktienoptionen profitiert. Nun hätten strukturelle Veränderungen das Ergebnis belastet.

Weiter hieß es, dass der Umsatz der Porsche Zwischenholding GmbH um 11,8 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro gestiegen sei. Das operative Ergebnis habe bei 0,6 Milliarden Euro gelegen. Einen Vergleichswert nannte Porsche nicht. Der Konzern weise aber "nach wie vor eine zweistellige Umsatzrendite auf". Porsche SE ist den Angaben zufolge zu 50,1 Prozent am Porsche Zwischenholding GmbH Konzern beteiligt, der im Wesentlichen die Porsche AG und ihre Tochtergesellschaften umfasst.

Porsche beschäftigte Ende April nach eigenen Angaben insgesamt rund 12.600 Mitarbeiter.

Für das Gesamtjahr erwartet der Sportwagenhersteller nun einen geringeren Verlust als bislang und sieht den Zusammenschluss mit Volkswagen auf dem Weg. Für das Ende Juli auslaufende Geschäftsjahr sei mit einem negativen Gesamtergebnis von unter eine Milliarde Euro zu rechnen. Im Halbjahresfinanzbericht hatte das Unternehmen noch vor einem Minus im niedrigen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich gewarnt.

Nach der im vergangenen Jahr gescheiterten Übernahme von Volkswagen drückten die Holdinggesellschaft Porsche SE per Ende April Verbindlichkeiten von sechs Milliarden Euro. Porsche hatte sich im vergangenen Jahr am Versuch, Volkswagen zu übernehmen, verhoben. Im Sommer stimmte der hoch verschuldete Sportwagenhersteller dann zu, als zehnte Marke der Niedersachsen eingegliedert zu werden.

Quelle: DDP/jre

 
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