Wertpapiere verkauft: Post nicht länger Deutsche-Bank-Aktionär
zuletzt aktualisiert: 06.07.2009 - 11:59Bonn (RPO). Die Deutsche Post ist nicht länger Aktionär der Deutschen Bank. Die im Zuge des Verkaufs der Postbank übernommen 50 Millionen Aktien von Deutschlands größtem Geldhaus hat die Post verkauft, hieß es am Montag. Der Erlös dafür sei rund 100 Millionen Euro höher ausgefallen als erwartet, erklärte der Logistikkonzern. Insgesamt seien der Post damit aus dem Postbank-Verkauf bisher fünf Milliarden Euro zugeflossen.
Die Deutsche Post - und damit indirekt auch der Bund als ihr Mehrheitseigner - war Mitte Januar mit rund acht Prozent Großaktionär bei der Deutschen Bank geworden. Die Deutsche Bank hatte einen Teil des Pakets von zunächst 22,9 Prozent der Postbank-Aktien in eigenen Papieren aus einer Kapitalerhöhung bezahlt. Allerdings war schon damals vereinbart, dass die Post AG die Deutsche-Bank-Papiere in zwei Schritten ab Ende April beziehungsweise Mitte Juni verkaufen kann.
"Wir sind sehr zufrieden, dass wir die Anteile an der Deutschen Bank wie geplant so zügig und erfolgreich verkaufen und damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum reinen Brief- und Logistikkonzern vollziehen konnten", sagte Postchef Frank Appel.
Die Deutsche Bank hält inzwischen durch Zukäufe die Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie an der Postbank. Weitere 27,4 Prozent erhält sie in drei Jahren aus einer Pflichtumtauschanleihe der Deutschen Post.
Über den Restbesitz der Post an der Postbank von rund zwölf Prozent wurden gegenseitige Optionen über drei beziehungsweise vier Jahre vereinbart. Durch den Verkauf ihres Anteils von insgesamt 62,3 Prozent an der Postbank will sich die Post AG künftig ganz auf den Logistiksektor konzentrieren.
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