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Briefe werden teurer: Post will Porto erhöhen

zuletzt aktualisiert: 21.01.2010 - 06:48

München (RPO). Die Deutsche Post denkt einem Medienbericht zufolge mittelfristig an eine Anhebung des Standardportos für Briefe. "Der Preis für einen Standardbrief ist seit 1997 stabil, für Geschäftskunden sind die Preise sogar gesunken. Ehrlicherweise sage ich: Wir werden nicht nochmal 13 Jahre ohne Preiserhöhung auskommen," sagte der für das Briefgeschäft zuständige Post-Vorstand, Jürgen Gerdes, der "Süddeutschen Zeitung".

Er fügte hinzu: "Aber die Preise sind streng reguliert, und in 2010 gibt es im nationalen Briefgeschäft garantiert keine Preiserhöhungen." Zudem prüft der Konzern derzeit eine Erhöhung der Zahl der Briefkästen. "Die Zahl wird sicher nicht sinken, eher steigen. Wir prüfen ständig Standorte und Anzahl der Briefkästen mit dem Ziel, den Service zu erhöhen. Wichtig ist die Nähe zum Kunden," sagte Gerdes.

Derzeit gibt es in Deutschland 109.000 Briefkästen. Auch die Zahl der Post-Außenstellen soll nach Angaben von Gerdes erhöht werden. "Unser Plan ist, die Zahl der Verkaufsstellen in den nächsten drei Jahren von 17.000 auf 24.000 weiter auszubauen. Wir arbeiten daran, diesen Prozess zu beschleunigen." Derzeit wandelt der Konzern eigene Filialen in solche um, die dann von externen Anbietern wie Lebensmittelhändlern betrieben werden.

Die Deutsche Post war zuvor wegen höherer Portopreise für Briefen in farbigen Umschlägen in die Kritik geraten, unter anderem bei der Monopolkommission. In der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch bezeichnete der Vorsitzende der Kommission, Justus Haucap, den Aufschlag als "Schritt in die falsche Richtung". Gerdes sagte dazu, dies sei bereits seit über zehn Jahren so und von der Netzagentur genehmigt.

Die Post berechnet für Briefe in farbigen Umschlägen  90 statt 55 Cent und begründet das mit Schwierigkeiten bei der automatischen Sortierung. Die Lesemaschinen können die Adressen auf farbigen Briefeb angeblich nicht erkennen, so dass die Briefe von Hand sortiert werden müssen. Laut Süddeutscher Zeitung gibt es jedoch in Filialen oder im Internet keinerlei entsprechende Hinweise für Kunden.

Quelle: DDP/seeg

 
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