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Kali- und Salzhersteller
Potash will K+S nicht mehr übernehmen - Aktie stürzt ab

Potash will K+S nicht mehr übernehmen - Aktie stürzt ab
Die Übernahme von K+S durch Potash ist gescheitert. FOTO: dpa, vfd wst
Kassel/Saskatoon. Die Aktie des deutschen Kali- und Salzherstellers K+S ist nach dem zurückgezogenen Übernahmeangebot des kanadischen Düngemittelherstellers Potash abgestürzt. Zu Handelsbeginn am Montagmorgen rutschten die Papiere um rund 24 Prozent auf 23,56 Euro ab.

Potash hatte zuvor in Saskatoon mitgeteilt, wegen der zuletzt stark eingetrübten Marktlage und des Widerstands der K+S-Führungsriege habe es keinen Sinn mehr, die Übernahme weiter zu verfolgen. Der Dax-Konzern nahm den Rückzug am Morgen zur Kenntnis, wollte sich aber zunächst nicht weiter äußern.

Die Kanadier hatten K+S Ende Mai ein Gebot über 41 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Das Management des deutschen Konzerns aber lehnte Gespräche über die rund 7,8 Milliarden Euro schwere Übernahme ab. Zudem trübte sich die Lage an den Rohstoffmärkten zuletzt ein.

Der Potash-Rückzug stelle eine verpasste Chance für die Aktionäre von K+S dar, schrieb Analyst Rajesh Singla von der französischen Großbank Société Génerale in einer aktuellen Einschätzung. Auch Händler zeigten sich eher pessimistisch. Die gefallenen Preise auf dem Kali-Markt verhießen wenig Gutes für die Aktie - insbesondere jetzt, wo das stützende mögliche Potash-Angebot wegfalle. Vor allem der Preisrutsch in Brasilien belaste das Geschäft.

(dpa)
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