Nach Börsengang: Praktiker plant Expansion im Ausland
zuletzt aktualisiert: 04.11.2005 - 13:46Frankfurt/Düsseldorf (rpo). Nach dem Börsengang will Praktiker stark im Ausland expandieren. Die Metro-Baumarkttochter plant, jährlich etwa 15 neue Märkte zu eröffnen. Das sagte Vorstandschef Wolfgang Werner der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Jahresetat habe bislang höchstens für sieben Neueröffnungen im Jahr gereicht.
Die Bau- und Heimwerkermarktkette soll einen Teil der Erlöse aus ihrem Börsengang selbst erhalten. Mit dem Geld sollten Marktanteile im In- und Ausland beschleunigt ausgebaut werden, erläuterte Werner. Zu Spekulationen, wonach der Metro-Konzern seiner Tochter 150 Millionen Euro aus dem Börsengang überlassen will, äußerte sich Werner nicht.
Das Eigenkapital werde aber ausreichend gestärkt, um die Geschwindigkeit bei der Auslandsexpansion zu verdoppeln. Der Auslandsanteil beim Umsatz von 24 Prozent im vergangenen Jahr solle in Richtung 40 Prozent ausgebaut werden, kündigte der Praktiker-Chef an. Vor allem Osteuropa nannte er dabei als Zielgebiet. In der Ukraine werde Praktiker ganz sicher starten, ein Markteintritt in Russland werde noch geprüft.
Metro-Chef Hans-Joachim Körber will am Montag Einzelheiten zum Praktiker-Börsengang nennen. Der Aufsichtsrat des Handelskonzerns hatte in der vergangenen Woche grünes Licht für den Schritt an den Kapitalmarkt gegeben. Finanzkreisen zufolge ist die Erstnotiz von Praktiker für den 18. November geplant.
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