Langer Winter und Wirtschaftskrise: Praktiker verliert weiter Umsatz
zuletzt aktualisiert: 29.04.2010 - 15:11Kirkel (RPO). Der lange Winter und die angespannte wirtschaftliche Lage in einigen Ländern Osteuropas haben der Baumarktkette Praktiker zum Jahresauftakt zu schaffen gemacht. Der Konzernumsatz fiel in den Monaten Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf 747,9 Millionen Euro, wie die Gesellschaft mit Sitz im saarländischen Kirkel am Donnerstag mitteilte.
Zwar hätten die Erlöse im März über dem Vergleichsmonat des Vorjahres gelegen, im April seien sie aber erneut darunter geblieben, räumte Finanzchef Thomas Ghabel ein. Im operativen Geschäft (Ebita) erhöhte sich der Verlust im traditionell schwachen ersten Quartal auf 52,1 (Vorjahr: 49,2) Millionen Euro, unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 37,5 (36,8) Millionen Euro.
Damit lag der Praktiker-Konzern, zu dem auch die Baumärkte Max Bahr gehören, bei Umsatz und Ebita knapp unter den Erwartungen von Analysten. An der Börse rutschte die Praktiker-Aktie um mehr als zwei Prozent ab und zählte zu den größten Verlierern im Nebenwerteindex MDax<.MDAXI).
Für das Gesamtjahr zeigte sich Vorstandschef Wolfgang Werner zuversichtlich, die Ziele einer leichten Umsatzsteigerung sowie einer deutlichen Verbesserung des Ebita zu erreichen. Dabei setzt er auf besseres Wetter, damit sich die Kunden mit Produkten rund um den Garten eindecken können. "Im Ausland erwarten wir vor allem im zweiten Halbjahr eine Stabilisierung oder eine leichte Belebung der Konjunktur", sagte Werner.
Während der Umsatz in Deutschland im Auftaktquartal um 5,7 Prozent fiel, sank er auf den Auslandsmärkten um 6,9 Prozent. Die Rückgänge im von der Finanzkrise gebeutelten Griechenland hielten sich mit 5,2 Prozent in Grenzen. Profitieren konnte die zweitgrößte deutsche Baumarktkette hinter OBI dagegen von "einer positiven Entwicklung der meisten Wechselkurse", sagte Werner.
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