Reisebranche rettet Statistik: Preisauftrieb geht leicht zurück
zuletzt aktualisiert: 11.05.2010 - 09:29Berlin (RPO). Der Preisauftrieb in Deutschland hat sich im April leicht abgeschwächt. Die Lebenshaltungskosten zogen binnen Jahresfrist um durchschnittlich 1,0 Prozent an, bestätigte das Statistische Bundesamt am Dienstag eine frühere Schätzung. Im März waren die Verbraucherpreise noch um 1,1 Prozent gestiegen und damit so stark wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr.
Ein wichtiger Grund für den geringeren Preisauftrieb ist der frühe Termin der Osterfeiertage: Dadurch waren Pauschalreisen um 9,2 Prozent günstiger als im Vorjahr, die Miete für Ferienwohnungen sank um 3,4 Prozent. Das führte auch dazu, dass die Verbraucherpreise binnen Monatsfrist um 0,1 Prozent sanken.
Wie schon in den Vormonaten wurden die Verbraucher aber verstärkt für Mineralölprodukte zur Kasse gebeten: Heizöl kostete fast ein Drittel mehr als im Vorjahr, Kraftstoffe verteuerten sich um 16,4 Prozent. Auch der Strompreis stieg. Gas und Fernwärme waren dagegen günstiger zu haben.
Nach Definition der Zentralbank herrscht in Deutschland weiter Preisstabilität. Diese sieht die EZB mittelfristig bei Teuerungsraten von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Die Bundesbank sagt für 2010 und 2011 einen Anstieg der Lebenshaltungskosten von rund einem Prozent voraus.
Im Krisenjahr 2009 waren die Preise mit 0,4 Prozent so schwach gestiegen wie noch nie seit der Wiedervereinigung, was den privaten Konsum stützte.
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